Duftsteine bieten die Möglichkeit, ätherische Öle ganz ohne offene Flamme im Raum zu verteilen. Die porösen Duftträger nehmen die Pflanzenessenzen über ihre Oberfläche auf und geben die Aromen nach und nach an die Umgebung ab. Das Sortiment umfasst Duftsteine aus Keramik, Modelle aus Holz und Lavastein sowie funktionale Ausführungen für die gezielte Raumbeduftung.
Die unterschiedlichen Materialien und Formen eignen sich für vielseitige Einsatzbereiche. Ein Duftstein lässt sich flexibel im Badezimmer, auf dem Schreibtisch oder in anderen kleineren Wohnbereichen platzieren. Für die Anwendung stehen einzelne ätherische Öle und Duftmischungen zur Auswahl. Eine besondere Variante ist der Thermoduftstein, bei dem die Duftabgabe durch sanfte, elektrische Wärme unterstützt wird.
Duftsteine geben ätherische Öle vollständig ohne Erhitzen an die Umgebung ab. Bei einem porösen Ton- oder Gesteinsmaterial wird das aufgeträufelte Öl von den offenen Poren aufgenommen. Die flüchtigen Duftstoffe verdunsten anschließend nach und nach bei reiner Raumtemperatur (Kaltverdunstung) und verteilen sich dezent über die natürliche Luftzirkulation im Zimmer. Diese passive Abgabe erfolgt deutlich zurückhaltender und punktueller als bei Geräten, die Aromen aktiv erwärmen oder mittels Ultraschall vernebeln.
Die physikalischen Eigenschaften hängen eng mit den gewählten Materialien zusammen:
Da ätherische Öle je nach Pflanze eine starke Eigenfarbe besitzen (wie z. B. das intensiv gelbe Orangenöl oder blaues Kamillenöl), können sichtbare Spuren auf hellen Materialien entstehen. Zum Schutz empfindlicher Möbel verfügen hochwertige Keramiken über eine glasierte, versiegelte Unterseite oder sollten auf einem passenden Unterteller platziert werden.
Wer die Duftnote wechseln möchte, sollte den Stein vollständig auslüften lassen. Da die Poren einen Teil des Öls dauerhaft speichern, empfiehlt sich bei häufigen Wechseln zwischen stark gegensätzlichen Duftfamilien (wie Zitrus und schweren Holznoten) die Nutzung separater Steine, um eine unkontrollierte Geruchsmischung zu verhindern.
Eine pauschale Tropfenanzahl gibt es nicht, da Material und Raumgröße entscheiden. Für eine dezentere Beduftung im nahen Umkreis genügen meist zwei bis fünf Tropfen. Aufgrund ihrer kompakten Bauform und der Funktionsweise ohne Stromnetz oder offene Flamme eignen sich die Duftträger perfekt für funktionale Anwendungen:
Mit der Zeit können sich verharzende Ölreste in den Poren ablagern und die Saugfähigkeit verringern. Während manche offenporigen Materialien nicht gewaschen werden sollten, lassen sich robuste Keramik-Duftsteine unter warmem Wasser reinigen. Ein echter Fachhändler-Tipp bei hartnäckigen Rückständen: Reine Keramik-Steine für 15 bis 20 Minuten in einem kleinen Topf mit Wasser und etwas Zitronensäure auskochen. Die gelösten Ölreste schwimmen anschließend an der Oberfläche. Vor der nächsten Verwendung muss das Material vollständig durchtrocknen.
WICHTIGER PFLEGEHINWEIS: Elemente aus Holz oder echte Lavasteine dürfen niemals ausgekocht oder vollständig im Wasserbad ausgewaschen werden! Das Holz quillt dadurch dauerhaft auf und reißt, während Lavasteine ihre natürliche Bindung verlieren können. Reinigen Sie diese Materialien ausschließlich trocken oder nach den spezifischen Vorgaben des Herstellers.
Ein Duftstein nimmt ätherisches Öl über seine offenporige Oberfläche auf. Die enthaltenen flüchtigen Duftstoffe verdunsten anschließend nach und nach bei Raumtemperatur und werden über die Raumluft wahrgenommen. Im Gegensatz zu einem Diffuser wird der Duft bei einem herkömmlichen Duftstein nicht aktiv vernebelt.
Wie lange ein Duftstein wahrnehmbar duftet, hängt unter anderem vom Material, der verwendeten Duftmenge, dem jeweiligen ätherischen Öl und der Umgebung ab. Eine allgemeingültige Zeitangabe ist deshalb nicht möglich. Wenn die Intensität nachlässt, kann entsprechend der Produktangaben erneut Öl aufgetragen werden.
Grundsätzlich können Duftsteine mit verschiedenen dafür geeigneten ätherischen Ölen oder Duftmischungen verwendet werden. Da das Material einen Teil des Öls aufnimmt, kann ein vorheriger Duft jedoch noch eine gewisse Zeit wahrnehmbar bleiben. Bei häufigem Duftwechsel ist daher ein eigener Duftstein für verschiedene Duftgruppen sinnvoll.