Wohlfühlen in der Schwangerschaft

Hurra, endlich schwanger! Die Reaktion in den meisten Fällen zu Beginn einer Schwangerschaft! Doch genauso normal ist das baldige Schwinden der Anfangseuphorie, denn Ängste und Zweifel werden ebenfalls in den nächsten Wochen und Monaten Ihr Wegbegleiter sein. Leider wird das auch durch die vielen, zwar gut gemeinten, aber doch oft nervigen Ratschläge der Verwandtschaft und Freunde nicht wirklich besser – versuchen Sie daher lieber Ihren eigenen Weg zu finden. Mit unseren Tipps möchten wir Ihnen die Möglichkeit eröffnen, die Schwangerschaft so angenehm und entspannt wie möglich zu gestalten. Wohlfühlen in der Schwangerschaft

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Tipp Nummer 1 – Das Abenteuer Schwangerschaft beginnt


Im Moment der Schwangerschaftsbestätigung durch den Frauenarzt beginnt für die werdenden Mütter ein ganz individuelles Abenteuer – jede Schwangerschaft ist unterschiedlich! Vor allem ist es völlig normal, dass sich neben all den Glücksgefühlen automatisch auch die mehr oder weniger typischen Beschwerden einstellen. Daher gilt: Sehen Sie die Schwangerschaft als einen absolut positiven Ausnahmezustand an! Schenken Sie sich und dem werdenden Baby sehr viel Aufmerksamkeit. Ihr Privileg hierbei: Als Schwangere haben Sie immer das Recht, egoistisch zu Ihren Gunsten und die Ihres Babys zu handeln. Denken Sie immer daran: Wenn Sie sich wohlfühlen, geht es auch dem Baby gut.


Tipp Nummer 2 – Geheimhaltung heißt die Devise


Grundsätzlich ist es immer eine Überraschung, wenn die Schwangerschaft tatsächlich feststeht, egal ob diese geplant oder ungeplant war. Was Sie jetzt am wenigsten gebrauchen können, ist die Überhäufung gutgemeinter Ratschläge von Dritten. Gerade in den ersten Tagen und Wochen führen diese eher zu Verwirrung als das diese hilfreich sind. Aus diesem Grund warten Sie ruhig einige Wochen, ehe Sie die freudige Botschaft der Familie und Freunden mitteilen. Nutzen Sie auch Ihre gesetzlichen Möglichkeiten, Ihren Arbeitgeber so spät wie möglich zu informieren.

In dieser Zeit genießen Sie die „Ruhe vor dem „Sturm“ mit Ihrem Partner – schmieden Sie Pläne und organisieren Sie Ihre gemeinsame Zeit mit dem Baby. Um zu vermeiden, dass sich jemand in der Familie gekränkt fühlen könnte, teilen Sie dieser Person am besten in einem festlichen Rahmen gemeinsam die frohe Botschaft mit.


Tipp Nummer 3 – Kulinarische Besonderheiten


Generell gilt eigentlich immer: Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers – in der Schwangerschaft noch mehr als ohnehin schon! Durch die Hormonumstellung kann es durchaus sein, dass Sie im Gegensatz zu anderen Frauen, die vor Energie strotzen, das genaue Gegenteil erleben. So finden Sie zum Beispiel Ihre sonstige Lieblingsspeise absolut abstoßend, hingegen die sauren Gurken, die vor der Schwangerschaft einen ähnlichen Effekt hervorgerufen haben, nunmehr zu Ihrem Leibgericht gehören. Lassen Sie sich ruhig auf diese „kulinarischen“ Abenteuer ein – Ihr Körper gibt Ihnen ganz bewusst diese Signale, weil er mit den geforderten Nahrungsmitteln beispielweise Übelkeit verhindert beziehungsweise reduziert.


Tipp Nummer 4 – Bewegung an der frischen Luft


Halten Sie sich auch in der Schwangerschaft fit! Versuchen Sie in Absprache mit Ihrem Arzt so lange wie möglich Ihren Lieblingssport auszuüben. Wer dies aufgrund eines zu hohen Risikos nicht mehr kann, fördert mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft die Gesundheit von Mutter und Kind. Durch die Bewegung kurbeln Sie Kreislauf und Stoffwechsel an, wodurch auch die Sauerstoffversorgung Ihres Babys verbessert wird. Ebenso lindern Sie typische Beschwerden wie Verstopfung, Venenprobleme oder Rückenschmerzen.


Tipp Nummer 5 – Ruhephasen schaffen


Grundsätzlich überträgt sich Ihre Gefühlswelt auf die des Kindes. Daher ist es sehr zu empfehlen, immer mal wieder Ruhepausen einzuschieben, in der Sie eine Zeit lang die Seele baumeln lassen können, und neue Kraft tanken können. Wie Sie diese Auszeiten gestalten, ist dabei komplett Ihnen überlassen. So können Sie beispielsweise:

1. ein gemütliches Schaumbad nehmen
2. Achtsamkeits- oder Atemübungen durchführen
3. auf der Couch liegen, und dabei ein spannendes Buch lesen.
4. ein Kosmetik- oder Masseurstudio besuchen.

Sie sehen, Ihrer Phantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist alles, was nicht das Baby in Gefahr bringt – Saunabesuche sollten daher zum Beispiel besser tabu sein.


Tipp Nummer 6 – Körperpflege


Durch das Wachstum Ihres Kindes wächst natürlich auch unweigerlich der Bauch mit fortschreitender Schwangerschaft – eine im wahrsten Sinne des Wortes – Zerreißprobe Ihrer Haut beginnt. Diese wird mehr und mehr gedehnt, und droht zu reißen, hässliche Schwangerschaftsstreifen entstehen. Beugen Sie diesen weitestgehend vor. Durch verschiedene Methoden wie:

- Wechselduschen
- Massagen
- Bäder

etc. können Sie Ihre Haut belastbarer machen, und so das Einreißen verhindern oder zumindest das Risiko minimieren. Für eine Massage eignet sich am besten ein angenehmes Körperöl jeglicher Art (Mandelöl, Kokosöl oder ähnliches). Auch können Sie die Haut mit einer Körper- oder Massagebürste durchkneten. Dadurch fördern Sie die Durchblutung und schützen Ihre Haut effektiv vor Schwangerschaftsstreifen.


Tipp Nummer 7 – Nehmen Sie die eine oder andere Beschwerde gelassen


Beschwerden in der Schwangerschaft sind genetisch bedingt – die eine Mutter hat mehr, die andere weniger. Während Ihre Freundin das blühende Leben ist, plagen Sie möglicherweise fettige Haare oder andere Beschwerden. Doch mit dem Schicksal hadern bringt Sie an dieser Stelle nicht weiter, auch wenn die Situation für Sie ungerecht erscheinen mag – ändern können Sie sie leider eh nicht.

Versuchen Sie daher, die Schwangerschaft positiv zu sehen, handelt es sich doch um eine vorübergehende Phase, welche sich nach der Geburt wieder wandeln wird – ist das Baby erst einmal auf der Welt, sind alle vorangegangenen Beschwerden vergessen.


Tipp Nummer 8 – Auch das Baby braucht Entspannung


Ihr ungeborenes Kind macht im Mutterleib bereits erste Erfahrungen, welche im Gehirn gespeichert werden. So fühlt sich das Baby beispielsweise wohl, wenn Sie sich auch wohl fühlen – der Gedanke liegt nahe, frühzeitig Kontakt zu Ihrem Kleinen aufzunehmen. Beziehen Sie aber dabei unbedingt Ihren Partner mit ein. Spielen Sie gemeinsam beruhigende Musik einer Babyspieluhr, singen Kinderlieder oder lesen Kinderbücher vor. Auf diese Weise kann sich das Baby ideal entspannen.


Tipp Nummer 9 – Zeit zu zweit


Nehmen Sie sich in der Schwangerschaft Zeit für gemeinsame Stunden mit Ihrem Partner – vielleicht ein romantischer Kurzurlaub nur zu zweit! Ihr Partner wird es Ihnen danken, wenn Sie ihn Teil der Schwangerschaft werden lassen. So kann er regelmäßig mit dem Ungeborenen sprechen, oder einfach mal Sie als Mutter verwöhnen.


Tipp Nummer 10 – Vorausschauende Planung


Eine vorausschauende Planung kann Ihnen nach der Geburt eine Menge Ängste und Sorgen nehmen. Idealerweise nehmen Sie an einem Geburtsvorbereitungskurs teil – gerne auch mit Ihrem Partner zusammen. Sie erfahren eine Menge über die Zeit vor und nach der Geburt, über Verhaltensregeln und organisatorische Abläufe. Nehmen Sie diese wichtigen Informationen mit, können Sie nach der Geburt Ihre ganze Energie in Ihr Baby investieren, ohne sich laufend Gedanken machen zu müssen, keine Fehler zu machen.
 
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