Tipps gegen Spliss - 5 einfache Pflegetricks

Leider ergeht es vielen Frauen mit langem Haar so, dass sie von Spliss geplagt werden, -und das oft jahrelang. Denn das Problem ist folgendes: Ist der fiese „Haarspalter“ erst einmal da, werden Sie ihn aufgrund seiner Hartnäckigkeit so schnell nicht mehr los. Dazu kommt, dass kaum jemand weiß, wie man den lästigen Partner im Haar richtig bekämpft, um den Traum von gesunden Haaren wieder wahr werden zu lassen. Tipps gegen Spliss

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Doch wie genau entsteht Spliss eigentlich? Hierzu müssen Sie zunächst wissen, dass unsere Haare wie ein Baumstamm aufgebaut sind. Das Haarinnere wird von einer so genannten Cortex-Schicht ummantelt – vergleichbar mit einem winzig kleinen Kabelstrang, der von einer Kittsubstanz zusammengehalten wird.

Der Cortex-Mantel wird von einer Schicht Schuppen umschlossen und schützt diesen auf diese Art und Weise – äußere Einflüsse wie Hitze, Chemikalien beim Färben oder mögliche mechanische Beanspruchungen greifen die Schuppenschicht und somit den Schutz Ihrer Haare an. Sind die Haarspitzen bereits beschädigt, kann dies dazu führen, dass der Cortex nunmehr offen liegt, ähnlich einer Wunde auf der Haut. Das Haar ist an dieser Stelle nunmehr allen äußeren Einflüssen schutzlos ausgeliefert, sodass sich das Haar an diesem Punkt mehrfach spalten kann – der Spliss ist da! Durch wirkungsvolle Methoden kann man jedoch eine weitere Ausbreitung verhindern und stoppen.


Tipp 1: Auf Seidenkissen schlafen


Alles, was die Schuppenschicht um den Cortex herum beansprucht – so zum Beispiel auch aufraut – fördert die Entstehung splissigen Haares. Sogar während des Schlafens können Sie Ihre Haare spalten. Sie fragen sich, wie dieses möglich ist? Während wir träumen, bewegen wir unsere Köpfe unzählige Male hin und her – und jetzt kommt Ihr Kopfkissen ins Spiel. Auch wenn dieses weich und einladend erscheint, ist der Bezug oft rau für das Haar, und ribbelt dieses nunmehr Nacht für Nacht förmlich auf - langfristig gesehen zerstören Sie somit Ihre Haare.

Gönnen Sie sich und Ihren Haaren daher etwas Luxus, und beziehen Sie Ihr Kissen mit einem Seidenbezug. Durch die weiche Oberflächenstruktur wird das Haar geschont und diesem keine Feuchtigkeit entzogen.


Tipp 2: Haare ab!


So unwahrscheinlich es für Sie klingen mag, aber es entspricht den Tatsachen: Wer seine Haare dauerhaft langwachsen lassen möchte, muss diese regelmäßig schneiden lassen.
Mindestens alle drei Monate sollten sie etwa einen Zentimeter (Spitzenschnitt) gekürzt werden – bei einem durchschnittlichen Wuchs von monatlich etwa 1 bis 1,5 cm bleiben somit immer noch einige Zentimeter auf dem Weg zur Wunschlänge übrig. Wichtig: Einfach wachsen lassen bringt Ihnen gar nichts – im Gegenteil! Das Risiko von Spliss steigt zunehmend, denn dieser wächst immer mit, falls Sie die gespaltenen Spitzen nicht regelmäßig schneiden lassen.


Tipp 3: Nur gesunde Haare bleiben frei von Spliss


Ihr Haar ist umso besser vor Spliss geschützt je intakter die Schuppenschicht auf dem Cortex ist, wobei Schädigungen leider unvermeidbar sind – allein kämmen stellt schone eine Beanspruchung Ihrer Haare dar.

Damit jedoch die Schuppenschicht so lange wie möglich widerstandsfähig bleibt – auch in den Längen des Haares – ist ein reichhaltiges Pflegeprogramm nahezu Pflicht. Verwenden Sie immer ein pflegendes Shampoo, das speziell für beanspruchtes oder langes Haar geeignet ist. Durch die darin befindlichen milden Tenside, laugt Ihr Haar weniger aus. Im Anschluss benutzen Sie ergänzend eine passende Spülung. Diese glättet die Haare nach dem Waschen und sorgt auf diese Weise dafür, dass die anschließende mechanische Belastung durch Kamm und Bürste gering gehalten wird. Nach etwa jedem vierten bis fünften Waschgang empfehlen wir zusätzlich eine aufbauende Haarkur, um die Pflege perfekt abzurunden.


Tipp 4: Kämmen und Hitze reduzieren


Ohne die verschiedensten Hilfsmittel wie Lockenstab, Fön oder Glätteisen müssten Sie auf viele tolle Frisuren verzichten – doch leider strapazieren Sie Ihr Haar mit diesen Gerätschaften ungemein. Hitze ist purer Stress für die Haare! Falls Sie zu splissanfälligem Haar neigen, sollten Sie nach Möglichkeit die Haare an der Luft trocknen, damit sich zumindest der Hitzestress in Grenzen hält. Falls dieses keine Option ist, versuchen Sie die Kaltluftfunktion des Fönes. Beim Benutzen des Fönes ist es ebenfalls wichtig, immer in Luftrichtung vom Ansatz aus zu den Spitzen zu trocknen – so vermeiden Sie zusätzliches Anrauen Ihrer Haare.

Falscher Umgang mit Kamm und Bürste führen ebenfalls zu „gestresstem“ Haar. Viele Frauen bürsten ihr nasses Haar. Da dieses aber in nassem Zustand deutlich dehnbarer als trockene Haare sind und die Bürste sehr viel Haare aufnehmen kann, bemerken Sie nicht, dass Ihre Haare beim Bürsten reißen! Daher benutzen Sie einen möglichst sanften Kamm aus Holz oder Horn: Halten Sie die Haare ganz locker während des Kämmens – Ziel soll es sein, die Knoten zu entfernen, ohne dass viele Haare reißen.


Tipp 5: Spliss von innen heraus vorbeugen


Neben all dem äußeren Einfluss können Sie dem Spliss auch von innen heraus vorbeugen. Wie alle anderen Organe der Haut reagieren Haare ebenso auf

- hormonelle Veränderungen
- Perioden von großem Stress
- ungesunde und einseitige Ernährung.

Wer sich also gesund ernährt, sowie versucht, lange Stressphasen zu vermeiden, kann effektiv etwas gegen splissige Haare tun. Gegen ein hormonelles Ungleichgewicht hilft erstmal nur ein ärztlicher Rat. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Gynäkologen - vielleicht kann ein Pillenwechsel des Rätsels Lösung sein.
 
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