Schlafbedarf Kleinkind: Wie lange sollte mein Kind schlafen?


Eines ist definitiv klar – Schlaf ist enorm wichtig für Körper und Seele. Im Durchschnitt benötigt ein Erwachsener sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Doch wie viele Stunden hiervon benötigen unsere Kleinen? Sollen Sie noch Mittagsschlaf machen? Wenn ja, bis zu welchem Alter? Fragen, die sich sicherlich alle Eltern stellen, die zum ersten Mal vor der Herausforderung stehen, ein eigenes Kind großzuziehen. Lesen Sie hier Interessantes über den Kleinkind Schlafbedarf.
Schlafbedarf Kleinkind: Wie lange sollte mein Kind schlafen?

Bild-Copyright: pixabay.com – ©ddimitrova


 


Der Schlafrhythmus ändert sich schnell


Grundsätzlich ist die Beantwortung der Frage nach dem notwendigen Schlaf, insbesondere in den ersten Lebensjahren, nicht pauschalisiert zu beantworten. Während die meisten Neugeborenen nahezu den ganzen Tag verschlafen und lediglich zum Essen und Wickeln wach werden, gibt es andere, die mit deutlich weniger Schlaf auskommen – einen wirklichen Tag-Nacht-Rhythmus gibt es aber in den ersten Lebenswochen nicht. Dies ist im Übrigen auch der Grund, warum Säuglinge zu Beginn Ihres Lebens regelmäßig nachts wach werden und Sie um Ihren notwendigen Erholungsschlaf bringen. Ein wirklicher Übergang erfolgt erst nach und nach, die Babys erkennen mehr und mehr den Unterschied von Tag und Nacht, gewöhnen sich daran und verlagern den Hauptschlaf auf die Nacht. Tagsüber schlafen Sie bis etwa zum ersten Geburtstag meist zwei Mal am Tag – danach stellt sich der Schlafrhythmus dahingehend um, dass den meisten Kindern um die Mittagszeit ein entsprechendes Nickerchen reichen wird.


Durchschnittlicher Schlafbedarf nach Alter


Mit zunehmenden Alter sinkt nicht nur das Interesse am Mittagsschlaf, den Sie übrigens bis etwa zum vierten Lebensjahr beibehalten sollten, sondern auch die notwendige Schlafdauer. So benötigen Babys, Kleinkinder bis hin zum Teenie-Alter nachfolgende Schlafzeiten:

0 bis 3 Monate – 15,5 Stunden
4 bis 11 Monate – 13,5 Stunden
1 bis 2 Jahre – 12,5 Stunden
3 bis 5 Jahre – 11,5 Stunden
6 bis 13 Jahre – 10 Stunden
14 bis 17 Jahre – 9 Stunden

Nach Möglichkeit sollten Sie darauf achten, dass der Schlafbedarf bei Kleinkindern und auch Großen diese Zeiten weitestgehend einhalten, da eine Untersuchung in Neuseeland ergeben hat, dass Kinder, die an Schlafmangel leiden, zu Übergewicht neigen. Laut der Studie kann das Risiko von Fettleibigkeit bei Kindern durch zu wenig Schlaf auf das Dreifache ansteigen – achten Sie daher immer darauf, dass genug Schlaf eingehalten wird, insbesondere dann, wenn die Kinder älter werden, und Ihren eigenen Kopf entwickeln.


Unterstützung beim Einschlafen


Problematisch und stressig für alle Beteiligten wird es jedoch, wenn Ihre Kinder partout nicht schlafen wollen oder Probleme beim Einschlafen haben – in diesem Fall können speziell die Nächte und Tage zur Hölle werden. Hier sollten Sie schnell reagieren! Dem Grunde nach kann nämlich jedes Kind schlafen lernen – Geduld ist aber angesagt. Wichtig jedoch ist, dass Sie auf jeden Fall tätig werden, damit ihre Kinder ausreichenden Schlaf erhalten – so stellen Sie sicher, dass diese nicht an Erkrankungen leiden, die durch Schlafmangel hervorgerufen werden können.

Unterstützend können Sie hierbei kleine Helferlein einsetzen: Hierzu gehören Schmusekissen, Wärmekissen, Spieluhren und kleine Stofftiere, die Sie zum Trost – auch tagsüber – einsetzen können. Gerade bei Spieluhren ist es erwiesen, dass diese Kinder besonders dann beruhigen, wenn Sie Ihnen die Melodie bereits vor der Geburt regelmäßig vorspielen. Nach der Geburt werden sich die Säuglinge an die Melodie erinnern und sich durch den bekannten Klang sehr schnell beruhigen lassen.

Ergänzend gibt es reichlich Ratgeber in Buchhandlungen, die ganze Bücher über das Thema „Schlafen“ und „Schlafen lernen“ anbieten – notwendig sind diese aber nicht unbedingt. Mit der nötigen Geduld und Ausdauer werden Sie Ihr Kind auch ohne Bücher sehr schnell an einen regulären Schlafrhythmus gewöhnen. Wichtig jedoch an dieser Stelle: Lassen Sie von Beginn an die Babys in eigenen Betten schlafen, je früher sich die Kinder an die eigenen vier Wände gewöhnen, desto besser. Je länger die Kleinen im elterlichen Bett schlafen, desto schwieriger wird eine spätere Umstellung dieser Situation.

Haben Sie diese „Hürde“ bereits erfolgreich gemeistert, gilt es, die Kinder nicht sofort beim ersten Aufschrei aus dem Zimmer zu holen – lassen Sie sie ruhig etwas schreien. Erst wenn sich die Kinder gar nicht beruhigen lassen, gehen Sie kurz rein, trösten das Kind einen Augenblick, starten vielleicht die Spieluhr neu und verlassen dann nach kurzer Zeit wieder das Kinderzimmer.

Achten Sie im weiteren Verlauf darauf, dass die Abstände, in denen Sie in das Zimmer gehen, immer größer werden – Sie werden sehr schnell feststellen, dass sich die Kinder an den notwendigen Schlafrhythmus gewöhnen und im Idealfall bis morgens durchschlafen können – so kann bereits ein Großteil der notwendigen Schlafzeit sichergestellt werden und auch Sie kommen zu Ihrem wichtigen Schlaf.
 
* inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten