Unreine Haut: Die ideale Pflegeroutine für das Gesicht

Über Pickel & Co. müssen sich nur Teenager Gedanken machen? Weit gefehlt: Rund 18 % aller Erwachsenen leiden unter chronisch unreiner Haut, bei knapp 40 % treten regelmäßig Mitesser und kleine Pickelchen auf. Das ist aber kein Grund zur Verzweiflung: Durch die richtige Pflege kann der Problemhaut Einhalt geboten werden. Wir zeigen Ihnen, wie das geht. Unreine Haut

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Unreine Haut: Was steckt dahinter?


Laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zählen zu „unreiner Haut“ sowohl kleine Mitesser und gelegentliche Pickel, als auch die hormonell bedingte Akne. Entsprechend gibt es kaum jemanden, der während seines Lebens nicht irgendwann einmal mit unreiner Haut zu kämpfen hat. Dies gilt insbesondere, weil die Haut als größtes Sinnesorgan unseres Körpers sehr sensibel sowohl auf innere als auch auf äußere Einflüsse reagiert. Dementsprechend können die Ursachen für unreine Haut von Person zu Person variieren:

Hormonelle Schwankungen: Hormonelle Schwankungen, wie z.B. erhöhte Testosteronausschüttung können nicht nur Akne hervorrufen, sondern sorgen grundsätzlich dafür, dass sich das Hautbild etwa ab dreißig verändert. Es wird unregelmäßig und neigt zu verstärkter Talgproduktion.

Unausgewogene Ernährung: Aktuellen Studien zufolge stehen Milchprodukte und Nahrungsmittel mit hohem Glyx-Index(z.B. weißer Reis, Baguette, Cornflakes etc.) im Verdacht, Akne zu verschlimmern. Auch der regelmäßige Genuss von Alkohol und Zigaretten kann einen negativen Einfluss auf das Hautbild haben.

Psychische Ursachen: „Innere“ Ursachen wie Stress oder Depression sind bisher zwar nicht hinreichend erforscht, doch es ist nachgewiesen, dass ein hoher innerer Leidensdruck beispielsweise Akne verschlimmern kann.

Druck/ Reibung/ Schweiß: Pickelchen und kleinere Entzündungen können auch dort entstehen, wo die Haut besonders belastet ist (z.B. im Sommer durch Schwitzen etc.)


Die richtige Pflege für unreine Haut


Unreine Haut benötigt eine spezielle Pflege, da sich Pickelchen, Mitesser und Akne durch eine falsche Produktwahl verschlimmern können. No-Go‘s bei Problemhaut sind stark ölhaltige Produkte, da diese die Poren zusätzlich verstopfen. Wer zu unreiner Haut neigt, sollte stattdessen auf eine milde, idealerweise PH-neutrale Gesichtspflege und -reinigung setzen. Produkte mit klärender Wirkung enthalten z.B. Fruchtsäuren oder Salicylsäure, wodurch Hautschuppen gelöst und die Talgproduktion reduziert wird. Regelmäßige Peelings und Gesichtsmasken mit porenverfeinernden Inhaltsstoffen(z.B. Heilerde oder Wildrosenöl) können zusätzlich helfen, das Hautbild zu verbessern.

Vorsicht: Verzichten Sie in jedem Fall darauf, Pickelchen oder Mitesser mit den Fingern auszudrücken. Durch auf der Haut oder unter den Fingernägeln befindliche Bakterien kann es zu Entzündungen kommen, die im schlimmsten Fall sogar Narben verursachen. Wer nicht warten will, bis unreine Stellen von selbst verschwinden, sollte einen Dermatologen aufsuchen.


Tipp & Tricks für die Pflege von unreiner Haut


Für die Pflegeroutine bei unreiner Haut gilt es, bestimmte Dinge zu beachten. Wir haben die besten Tipps und Tricks für Sie zusammengefasst:

Milde Pflegeprodukte: Für die Gesichtsreinigung von unreiner Haut sollten weder alkohol- noch seifenhaltige Waschlotionen oder Gesichtswasser verwendet werden, da diese die Haut zusätzlich austrocknen, wodurch wiederum die Talgproduktion angeregt wird. Eine gute Alternative sind sog. „Syndets“, die im Gegensatz zu herkömmlicher Seife keine Alkalisalze enthalten und die natürliche Schutzschicht der Haut daher nicht angreifen.

Dampfbäder: Regelmäßige Dampfbäder mit Apfelessig oder Kamille öffnen die Poren, wodurch der Talg besser abtransportiert werden kann.

Zink: Bei Menschen, die zu unreiner Haut neigen, liegt häufig ein Mangel des Spurenelements Zink vor. Dieser kann durch die Einnahme von Zinkgluconat bekämpft werden. Das Spurenelement wirkt jedoch auch bei äußerer Anwendung als Zink Salbe dabei, Pickelchen und Pusteln auszutrocknen.

Vorsicht bei Hausmitteln: Von Hausmitteln wie Zahnpasta sollten Sie lieber die Finger lassen. Wer keine Allergie hat, kann unreine Hautstellen stattdessen mit Teebaumöl betupfen.

Hygiene: Während Mitesser durch übermäßige Talgproduktion entstehen, werden Pickel durch Bakterien verursacht, die in die Haut eindringen. Da selbst regelmäßiges Händewaschen nicht alle Bakterien entfernt, sollten Sie darauf achten, unreine Hautstellen nach Möglichkeit nicht mit den Fingern zu befühlen. Auf diese Weise könnten Sie das Ganze nämlich verschlimmern. Aus dem gleichen Grund sollte für die Gesichtspflege ein anderes Handtuch verwendet werden als für den Rest des Körpers. Auch den Kopfkissenbezug sollten Sie häufiger wechseln, da sich hier oft Reste von Haarprodukten sammeln, die die empfindliche Gesichtshaut zusätzlich reizen.

 
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