Tipps zur gesunden Babyernährung

Kaufen oder kochen? Spätestens ab dem sechsten Monat müssen Eltern sich entscheiden, ob sie Babys erste Beikost vertrauensvoll in die Hände namhafter Anbieter legen oder ob sie lieber selbst den Kochlöffel schwingen. Gute Baby Ernährung für alle, die lieber selbst entscheiden, welche Zutaten in den Babybauch kommen, haben wir die wichtigsten Details für gesunde DIY-Babynahrung zusammengestellt. Babyernährung

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Die erste Beikost: Wann ist der richtige Zeitpunkt?


Bis etwa zu seinem fünften Lebensmonat ist Ihr Baby durch die Muttermilch bzw. eine entsprechende Fertigmilch(z.B. Premilch) optimal mit allen Nährstoffen versorgt, die es in diesem Stadium seiner Entwicklung benötigt. Zwischen der 17. und der 26. Lebenswoche können Sie dann damit beginnen, Ihrem Nachwuchs die erste feste Nahrung anzubieten. Diese sollte sich in den ersten Monaten aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten(z.B. Bananen, Pfirsiche, Karotten, Kartoffeln etc.) zusammensetzen. Fleisch, Fisch, Nudeln und Kuhmilch sollten Sie erst ab dem siebten oder achten Lebensmonat füttern. Solange sich Ihr Baby noch an die Beikost gewöhnt und weiterhin gestillt wird, benötigt es keine zusätzliche Flüssigkeit. Wenn Sie jedoch vollständig auf feste Nahrung umgestiegen sind (spätestens ab dem 10. Lebensmonat), braucht Ihr Kind regelmäßig Flüssigkeit in Form von qualitativ hochwertigem Trinkwasser und/oder ungesüßtem Tee.


Babygerecht zubereiten: Worauf muss ich achten?


Das oberste Gebot für den gesunden DIY-Babybrei ist Frische: Je frischer die verwendeten Zutaten sind desto mehr Vitamine und Nährstoffe enthalten sie. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Zutaten grundsätzlich frisch einkaufen oder im Zweifelsfall dem Tiefkühl-Gemüse den Vorzug vor dem vier Tage alten Brokkoli im Kühlschrank geben. Gleiches gilt für die Lagerungszeiten: Idealerweise wird jede Babymahlzeit frisch gekocht und unmittelbar bzw. noch am gleichen Tag gefüttert. Auch folgende Kriterien sollten Sie bei der Baby Ernährung beachten, wenn Sie Ihren Nachwuchs mit der idealen Nahrung versorgen möchten:

Qualität: Neben der Frische spielt auch die Qualität eine wichtige Rolle. Wer ganz sichergehen will, dass sich in den Zutaten keine Spuren von Pestiziden u.ä. finden, sollte das Obst, Gemüse und Fleisch für den Babybrei ausschließlich beim Bio-Bauern seines Vertrauens einkaufen.

Nährstoffe: Während die Hersteller von industrieller Babynahrung sich an strenge Richtlinien halten müssen, haben Sie in Ihrer eigenen Küche freie Hand. Das bedeutet aber auch, dass Sie ein Auge auf die Zusammensetzung Ihrer Babynahrung haben müssen: Reine Obstbreie liefern beispielsweise nicht genügend Energie für ein gesundes Wachstum und reine Gemüsekost enthält in der Regel zu wenig Eisen.

Zubereitung: Damit die wertvollen Vitamine und Spurenelemente in der Babynahrung nicht verloren gehen, sollten Sie diese besonders schonend zubereiten. Idealerweise schneiden Sie alles in kleine Stücke und dünsten es nur kurz an. Gebratenes und Gegrilltes gehört grundsätzlich nicht auf den Babyteller.

Konsistenz: Solange Ihr Baby sich noch an die Beikost gewöhnt und noch keine oder nur wenige Zähnchen hat, sollten Sie den Brei möglichst fein pürieren. Später kann er dann auch kleine Stückchen enthalten. Ein Tipp: Zu fester Brei lässt sich durch die Beimischung von ein wenig Kochwasser leicht flüssiger machen, während zu flüssiger Brei durch ein wenig Reisschleim oder Schmelzflocken eine festere Konsistenz gewinnt.


Kritische Zutaten: Worauf Sie bei der Babyernährung lieber verzichten sollten


Da der Magen-Darm-Trakt von Säuglingen und Kleinkindern noch sehr anfällig ist, sollte die Babyernährung so einfach wie möglich gehalten werden. Darüber hinaus gibt es bestimmte Lebensmittel und Zutaten, auf die Sie während der ersten zehn bis zwölf Monate lieber verzichten sollten. An diese kann Ihr Nachwuchs sich gewöhnen, sobald es ab dem zehnten Lebensmonat zur normalen Familienkost übergeht:

Zitrusfrüchte: Stark säurehaltige Lebensmittel verursachen häufig eine saure Darmflora und entsprechende Ausscheidungen, was bei vielen Babys zu einem wunden Po führt.

Zucker: Vermeiden Sie grundsätzlich alle Süßigkeiten und auch Süßungsmittel. Vor allem bei Kindern, die häufig einen wunden Po haben, kann die ausgeschiedene Glukose diesen Effekt noch verschlimmern.

Gewürze: Verzichten Sie bei der Beikost-Zubereitung grundsätzlich auf Salz und andere Gewürze. Salz belastet die Babynieren und zusätzliche Gewürze überfordern die feinen Geschmacksknospen. Für Babys ist der Eigengeschmack von Lebensmitteln bereits aufregend genug.

Kohl, Zwiebeln, Birnen: Diese Lebensmittel sollten insbesondere in den ersten Monaten nicht gefüttert werden, da sie starke (und schmerzhafte) Blähungen verursachen können.


Wie Ihr Baby zum Brei-Fan wird: Tipps & Tricks


Die Umstellung auf feste Nahrung ist für Ihr Baby eine sehr spannende Zeit: Es lernt neue Geschmäcker, neue Konsistenzen und neue Farben kennen. Damit Ihr Kind diese natürliche Freude am Essen behält und sich später nicht zum "Kost-Verweigerer" entwickelt, können Sie jetzt eine Menge tun: Ritualisieren Sie die Beikost-Gabe beispielsweise, indem Sie ruhige Musik auflegen, Ihrem Baby ein Lätzchen mit bunten Kindermotiven umlegen und sich ganz bewusst die Zeit nehmen, diesen Moment gemeinsam mit Ihrem Kind zu erleben. Sehr wichtig ist auch, dass Sie Ihrem Kind erlauben, mit dem Essen zu "experimentieren". Da es noch nicht weiß, dass Ihr liebevoll gekochter Brei essbar ist, sollten Sie ihm die Möglichkeit geben, den Brei anzufassen, ihn von den Fingerchen zu lecken und ein bisschen damit herumzuklecksen. Das bedeutet zu Beginn zwar mehr Arbeit für Sie, doch es hilft Ihnen dabei, einen kleinen Menschen heranzuziehen, der mit Freude und Neugier an neue Lebensmittel und neue Geschmacksrichtungen herangeht.

 
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