Tipps: Dehnungsstreifen vorbeugen in der Schwangerschaft

Es gibt viele Dinge, die Frauen während ihrer Schwangerschaft genießen – Dehnungsstreifen gehören definitiv nicht dazu. Die schlechte Nachricht: Sind die Risse im Bindegewebe erst einmal da, bleiben Sie Ihnen ein Leben lang erhalten, sie können lediglich mit der Zeit ein wenig verblassen. Die gute Nachricht: Sie können der Entstehung von Dehnungsstreifen vorbeugen, indem Sie etwas für Ihr Bindegewebe tun.

Wodurch entstehen die Dehnungsstreifen?


Grundsätzlich ist unser Bindegewebe elastisch genug, um sich bei gelegentlicher Zunahme von Fett- oder Muskelgewebe mitzudehnen. Wird aber zu großer Druck, beispielsweise durch eine sehr schnelle Volumenzunahme, auf das Gewebe ausgeübt, dann reißen die Fasern und es entstehen gleichsam "Löcher" im Gewebe, die sich auf der Hautoberfläche in Form von blau-rötlichen Streifen zeigen, die mit der Zeit immer heller werden. Für Schwangere besteht neben dem Wachstum des Babys noch das Problem, dass Ihr Körper große Mengen Kortisol ausschüttet – und dieses Hormon bewirkt eine weitere Schwächung der kollagenen Bindegewebsfasern. Aus diesem Grund gehen rund 80 % aller Frauen mit Dehnungsstreifen aus ihrer Schwangerschaft hervor. Schwangerschaft

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Präventivmaßnahmen gegen Schwangerschaftsstreifen: Bindegewebe festigen


Ob eine Frau während der Schwangerschaft Dehnungsstreifen bekommt, hängt wesentlich von zwei Faktoren ab:
1. Wie viel Gewicht sie in welchem Zeitraum zunimmt.
2. Wie gut oder wie schlecht ihr Bindegewebe ist.

Wer von Natur aus mit einem straffen Bindegewebe gesegnet ist, hat ein deutlich geringeres Risiko für Schwangerschaftsstreifen als Frauen, die ohnehin mit Orangenhaut & Co. zu kämpfen haben. Doch selbst wenn Ihre Gene Sie diesbezüglich im Stich lassen: Es gibt viel, was Sie selbst tun können, um Ihr Bindegewebe zu unterstützen und auf die Aufgaben vorzubereiten, die während der Schwangerschaft auf Sie zukommen.

Ernährung: Versorgen Sie Ihr Bindegewebe mit guten Nährstoffen
Sind Sie schwanger, rückt die Ernährung in den Vordergrund. Lebensmittel wie Fisch, Milch, Vollkornprodukte und sehr viel Obst und Gemüse unterstützen nicht nur die Elastizität des Bindegewebes, sondern können durch ihren hohen Anteil an Vitamin C, Proteinen und Aminosäuren sogar dazu beitragen, dass sich beschädigtes Gewebe regeneriert. Bei ausgewogener Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel nicht erforderlich, und wenn, nur nach Absprache mit Ihrem Arzt. Ausnahmen sind Folsäure und Jod.

Viel trinken: Ein gutes Bindegewebe braucht Flüssigkeit
Je besser hydriert Ihre Haut ist, desto geschmeidiger und schöner sieht sie aus – gleiches gilt für das Bindegewebe. Idealerweise sollten Sie pro Tag also zwischen zwei und drei Liter reines Wasser trinken. Verzichten Sie außerdem auf koffein- alkohol- und zuckerhaltige Getränke, da diese dem Körper Flüssigkeit entziehen und die Haut vorzeitig altern lassen. Nur gut hydriertes Gewebe kann die Belastungen einer Schwangerschaft unbeschadet überstehen und gegen Dehnungsstreifen vorbeugen.

Schwangerschaftspflege: Versorgen Sie Ihre Haut mit Feuchtigkeit
Es gibt spezielle Schwangerschaftspflege Produkte wie Feuchtigkeitscremes und -öle, die speziell für die Bedürfnisse der Schwangeren-Haut entwickelt wurden und durch die Extraportion Feuchtigkeit Rissen und Streifen vorbeugen können. Idealerweise tragen Sie entsprechende Produkte direkt nach dem Duschen auf Ihre Haut auf, da diese im leicht feuchten Zustand am empfänglichsten für Pflegeprodukte ist.

Bewegung: Muskeln stützen das Bindegewebe
Wer sein Bindegewebe dauerhaft stärken möchte, sollte Muskelaufbau betreiben: Da die Muskeln direkt unter dem Bindegewebe liegen, wird dieses gestützt und die Fasern können nicht so schnell reißen. Die etwas sanftere Methode zur Straffung des Bindegewebes, die Sie bedenkenlos auch während der Schwangerschaft durchführen können, ist Ausdauersport: Gehen Sie schwimmen, gehen Sie Ihre täglichen Wege zu Fuß oder und versuchen Sie sich in Yoga oder Schwangerschaftspilates.

Wechselduschen: Gute Durchblutung regt die Zellbildung an
Wechselduschen können Sie ganz einfach anwenden, indem Sie Bauch, Beine und Po nach der morgendlichen Dusche noch einmal eiskalt abbrausen. Das Ganze kostet zwar ein wenig Überwindung, doch durch den plötzlichen Temperaturwechsel wird die Blutzirkulation angekurbelt, was wiederum die Bildung neuer Zellen im Bindegewebe anregt. Einen ähnlichen Effekt haben regelmäßige „Zupfmassagen“, bei denen Sie die Haut an den betroffenen Stellen ganz leicht zwischen Daumen und Zeigefinger zupfen, und Massagen der betroffenen Hautstellen in kreisenden Bewegungen. Ein Tipp: Wenn Sie den Effekt intensivieren möchten, dann führen Sie die Massage mit einer Massagebürste, Körperbürste, einen Massage-Handschuh oder einer speziellen Cellulite-Bürste aus. Massagebürste oder Körperbürste

Gewichtszunahme: Essen Sie NICHT für zwei
Natürlich benötigt eine Frau, die in ihrem Körper einen kleinen Menschen produziert, mehr Energie als eine Nicht-Schwangere. Viele Frauen überschätzen dieses „mehr“ jedoch so stark, dass sie während ihrer Schwangerschaft nicht nur das Gewicht ihres Babys zunehmen, sondern auch Extragewicht in Form von Fettgewebe. Je mehr und je schneller Sie jedoch an Volumen zunehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Körper sich mit den gefürchteten Dehnungsstreifen revanchiert. Um das zu vermeiden, sollten Sie also auch während der Schwangerschaft auf Ihre Ernährung achten und nicht mehr als 200 kcal zusätzlich zu Ihrem eigenen Bedarf zu sich nehmen. Dies entspricht etwa einem Joghurt mit Früchten, einer Scheibe Vollkorntoast mit Käse oder einem kleinen Stück Apfelkuchen ohne Sahne.

 
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