Stilltipps für frisch gebackene Mamas

Stilltipps

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Stillen ist die natürlichste Sache der Welt – das bedeutet aber nicht, dass es einfach ist. Viele Frauen haben mit dem Milchfluss zu kämpfen, anderen tut das Stillen weh und manche Babys wollen die Brust nicht annehmen. Wir haben die besten Stilltipps für frisch gebackene Mamas zusammengestellt – damit Sie Ihrem Baby den besten Start ins Leben ermöglichen können.

 

Experten sind sich einig: Die in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffe und Antikörper tragen wesentlich zum Wachstum und zur Ausbildung des Immunsystems bei. Aus diesem Grund sollten Neugeborene in den ersten vier bis sechs  Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden, bevor Sie damit beginnen, den ersten Babybrei zuzufüttern.



Tipp Nr. 1: Bereiten Sie sich geistig auf das Stillen vor


First things first: Machen Sie sich nicht verrückt! Grundsätzlich kann jede Frau stillen – unabhängig von der Größe ihrer Brüste und der Form ihrer Brustwarzen. Vertrauen Sie also auf Ihren Körper, denn der macht die Hauptarbeit quasi von allein. Für Sie ist es wichtig, dass Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, einen kleinen Menschen über Ihre Brust zu ernähren. Zu diesem Zweck können Sie beispielsweise Stillgruppen besuchen und andere Mütter im Umgang mit ihrem Säugling beobachten. Um Ihre Brustwarzen auf die ungewohnte Beanspruchung vorzubereiten, reichen warm-kalte Wechselduschen in der Regel aus.

Eine gute Möglichkeit, sich mit Ihrer neuen Rolle als stillende Mama auseinanderzusetzen, sind auch Brustmassagen mit einem naturreinen Stillöl: Durch die sanfte Massage wird die Durchblutung im Gewebe gefördert und die enthaltenen ätherischen Öle regen den Milchbildungsprozess an.


Tipp Nr. 2: Stillen Sie nicht nach Uhrzeit, sondern nach Bedarf


Viele Mütter machen sich Sorgen, wenn der Nachwuchs alle 30 Minuten nach der Brust schreit – hierfür besteht normalerweise jedoch kein Grund. Da jeder Säugling individuelle Ansprüche hat, sollten Sie Ihrem Baby die Chance geben, seine Zeiten selbst zu bestimmen. Auch sehr kurze Abstände zwischen den Stillzeiten führen entgegen der landläufigen Meinung nicht zu Verdauungsproblemen – und Ihr Körper wird stets ausreichend Milch „nachproduzieren“. Ein Tipp: Wenn Ihr Baby sich sehr kurzfristig meldet, dann legen Sie es am besten an derselben Brustseite wie zuvor an. Auf diese Weise bekommt es die sog. „Hintermilch“, die besonders nahrhaft und sättigend ist.


Tipp Nr. 3: Finden Sie die richtige Anlegeposition


Das Stillen sollte weder für Sie, noch für Ihr Baby unangenehm sein. Aus diesem Grund sollten Sie so lange mit verschiedenen Anlegepositionen experimentieren, bis Sie Stellungen gefunden haben, die entspannt und unverkrampft sind. Häufig ist hierbei ein Stillkissen förderlich, da dieses den Körper Ihres Kindes optimal abstützt. Für das richtige „Andocken“ halten Sie Ihre Brust idealerweise im sog. „C-Griff“ (bedeutet, dass alle Finger unter der Brust und nur der Daumen oben auf der Brust liegt) und schieben Ihre Brustwarze leicht an die Unterlippe Ihres Babys heran. Sobald es den Mund öffnet, ziehen Sie es eng an Ihre Brust, sodass es den Großteil des Warzenhofs mit den Mund nehmen kann. Achten Sie darauf, dass die Nase Ihres Kindes frei bleibt, damit es während des Saugens gut atmen kann.

Wenn Sie merken, dass der Druck nachlässt und Ihr Baby gesättigt ist, ziehen Sie ihm nicht einfach die Brustwarze aus dem Mund. Lösen Sie es ganz sanft von Ihrer Brust, indem Sie ihm den kleinen Finger in den Mund schieben und auf diese Weise das Vakuum lösen, das beim Saugen entstanden ist. Nun können Sie Ihre Brust vorsichtig aus Babys Mund ziehen.


Tipp Nr. 4: Planen Sie Ihre Kleidung für unterwegs


Das Schöne am Stillen ist die Tatsache, dass die Baby-Mahlzeit stets griffbereit ist. Leider ist Stillen in der Öffentlichkeit noch immer ein Problem und viele Menschen stören sich an dieser „natürlichsten Sache der Welt“. Das führt dazu, dass das Stillen in der Öffentlichkeit für viele Mütter einen unangenehmen Beigeschmack hat. Wenn Sie für unterwegs nicht auf das Fläschchen zurückgreifen wollen, dann wählen Sie Ihre Kleidung idealerweise so aus, dass Sie Ihre Brust zwar freimachen können, der Babykopf und die restliche Kleidung aber so viel wie möglich bedeckt halten. Wählen Sie beispielsweise Still-BHs, die an der Seite bzw. vorne nur eine kleine Aussparung haben.


Tipp Nr. 5: Geraten Sie nicht in Panik


Insbesondere zu Beginn der Stillzeit, wenn die Milch einschießt, kann es zu Problemen kommen. Gegen Milchstau hilft vor allem eines: häufiges Anlegen. Währenddessen können Sie Ihre Brust ganz sanft in Richtung Brustwarze „ausstreichen“, um die Verhärtungen zu lösen. Ebenfalls hilfreich sind warme Umschläge vor dem Stillen und kalte Kompressen für danach.
 
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