Sonnenschutz für Babys – meiden, kleiden, cremen

Ob Kuchen backen in der Sandkiste, Löcher buddeln am Strand oder erste Schritte im Park: Alle Babys und Kleinkinder sind gerne draußen. Ganz besonders, wenn es warm ist. Als Eltern möchten Sie natürlich, dass Ihr Nachwuchs so viel frische Luft wie möglich bekommt. Da Babys Haut jedoch sehr empfindlich ist, sollten Sie auf einen korrekten Sonnenschutz achten. Wir zeigen Ihnen den perfekten Sonnenschutz für Babys: Wie Sie Ihr Baby richtig anziehen und eincremen – und wann es besser ist, die Sonne ganz zu meiden. Sonnenschutz für Babys

Bild-Copyright: ©NewportBaptistChurchNC - pixabay.com




Babyhaut und UV-Strahlung


Die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich, da sie um einiges dünner ist als erwachsene Haut und noch keinen aktiven Zellschutz besitzt. Auch der Säureschutzmantel, der die Haut vor dem Eindringen von Schadstoffen bewahrt, bildet sich erst ab ca. 24 Monaten aus. Da Babyhaut nur sehr wenig Melanin produziert, ist sie nicht fähig, sich gegen die gefährliche UV-Strahlung zu schützen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Nachwuchs im Baby- und Kleinkindalter niemals länger als zehn bis 15 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzen. Das ist genau der Zeitraum, den die Babyhaut zur Vitamin-D-Produktion benötigt.


Wann Sie die Sonne meiden sollten


Babys unter 12 Monaten sollten grundsätzlich nie der prallen Sonne ausgesetzt werden. Sie haben hier viele Möglichkeiten: Suchen Sie einen Schattenplatz aus, stellen Sie einen Schirm auf oder hängen Sie ein Baumwolltuch über den Schirm des Kinderwagens. Zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist, sollten Babys sich idealerweise nicht draußen aufhalten. Zusätzlich zur Gefahr der Verbrennung besteht bei sehr kleinen Kindern nämlich das Risiko einer Überwärmung, da sie noch nicht richtig schwitzen können, um ihren Körper zu kühlen. Kinder und Babys mit Hautirritationen sollten grundsätzlich im Schatten bleiben.


Anziehen gegen Sonnenbrand


Babys und Kleinkinder sollten, sofern die Temperaturen es zulassen, auch während des Sommers luftdurchlässige Kleidung tragen, die so viel Haut wie möglich bedeckt. Eine besonders clevere Wahl ist Babykleidung mit integriertem UV-Schutzfaktor, die Sie im Kinderfachgeschäfte erhalten. Zum kompletten Sommer-Outfit für die Kleinsten gehören:

T-Shirt: Oberteile für Babys und Kleinkinder sollten luftdurchlässig, aber idealerweise trotzdem langärmelig sein.

Hose: Wählen Sie eine Babyhose aus leichtem Stoff, die die Beine bis zu den Füßen bedeckt. Hier können Sie Babysocken wählen.

Kopfbedeckung: Ganz gleich, ob Sie einen Sonnenhut oder eine leichte Mütze wählen – eine Kopfbedeckung ist extrem wichtig, damit Ihr Nachwuchs nicht nur vor einem Sonnenbrand, sondern auch vor einem Sonnenstich geschützt ist. Achten Sie auf eine breite Krempe, damit Gesicht und Nacken gegen die UV-Strahlen abgeschirmt werden.

Sonnenbrille: Kinder-Sonnenbrillen sollten Sie stets beim Optiker kaufen, da Sie nur so sichergehen können, dass die Brille auch wirklich einen UV-Schutz hat.


Cremen gegen Sonnenbrand


Da Babys und Kleinkinder prozentual gesehen mehr Hautfläche haben als Erwachsene, nehmen sie die in vielen Sonnencremes enthaltenen Chemikalien in stärkerem Maße auf. Aus diesem Grund rät die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention davon ab, Kinder unter 12 Monaten mit Sonnenschutz einzucremen. Falls die Temperaturen jedoch über 30°C klettern und lange T-Shirts und Hosen keine Option mehr sind, lässt sich das Eincremen nicht vermeiden. Um die richtige Wahl für Ihren Sprössling zu treffen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

UV-Filter: Der UV-Schutz in Sonnencremes erfolgt entweder über chemische oder über mineralische Filter. Da chemische Filter Allergien auslösen und den Hormonhaushalt beeinflussen können, sind Sonnencremes mit mineralischem Filter für Babys vorzuziehen.

Parabene: Achten Sie darauf, ein Produkt ohne Parabene auszuwählen, da auch diese Konservierungsstoffe in dem Verdacht stehen, das Hormonsystem ins Ungleichgewicht zu bringen. Wählen Sie stattdessen einen Sonnenschutz für Kinder mit natürlichen Inhaltsstoffen aus.

Test: Testen Sie an einer kleinen Stelle Babyhaut (z.B. am Arm) ob Ihr Nachwuchs das Produkt verträgt. Zeigen sich Rötungen, probieren Sie es mit einem anderen Produkt.

Zeit: Der UV-Filter braucht Zeit, um sich aufzubauen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Nachwuchs rund 30 Minuten vor dem Park-, Strand- oder Gartenbesuch eincremen.

Nachcremen: Erneuern Sie den Sonnenschutz alle zwei Stunden und (auch bei wasserfester Sonnencreme) nach jedem Kontakt mit Wasser. Achtung: Durch Nachcremen verlängert sich die Schutzzeit NICHT!

Lichtschutzfaktor: Wählen Sie für Ihren Nachwuchs mind. Lichtschutzfaktor 30. Bei sehr hellem Hauttyp (nordischer oder keltischer Typ) sollte es sogar LSF 50 sein.

Schutzzeit: Sonnencreme verlängert lediglich die Eigenschutzzeit der Haut. Da Babys und Kleinkinder sich ungeschützt maximal 10 Minuten in der Sonne aufhalten können, wird dieser Wert mit dem LSF multipliziert. Sie sollten allerdings nur 60% der errechneten Zeit auch wirklich ausnutzen: 10 x 30 x 60% = 180 Min. (3 Stunden).

 
* inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten