Die richtige Pflege für Handtücher und Bio Handtücher


Am Morgen heiß duschen, das Handtuch vom Haken ziehen und sich in einen kuschelig-weichen Badezimmertraum hüllen: in der Werbung sieht das so einfach aus. Doch was tun, wenn die eigenen Handtücher ihren Flauschfaktor verloren haben, fusseln oder in Trockenstarre verfallen sind? Wir zeigen Ihnen, mit welcher Pflege Sie lange Freude an Ihren Handtüchern und Bio Badtextilien haben.
Handtücher

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Arten von Handtüchern: Kleine Textilkunde


Sie können davon ausgehen, dass der Großteil Ihrer Badtextilien aus reiner Baumwolle oder aus einer Mischung von Baumwolle und synthetischen Fasern besteht. Für die Herstellung von normalen Frottiertüchern wird die Baumwolle zu Noppen oder zu Schlingen gewoben, was sie besonders saugfähig und strapazierfähig macht. Mischtextilien kommen häufig bei der Herstellung von Badelaken zum Einsatz, da diese durch die Beimischung von Polyester- oder Polyamidfasern schneller trocknen, was z.B. am Strand oder im Schwimmbad von Vorteil ist.

Eine besondere Art von Handtuch ist das Mikrofasertuch, das aufgrund von eingewobenen Hohlräumen besonders saugfähig ist und extrem schnell trocknet. Es ist leichter und platzsparender als herkömmliche Frottierhandtücher und eignet sich beispielsweise für den Saunabesuch. Für Allergiker, Babys und Kleinkinder empfehlen sich Handtücher aus Bio-Baumwolle, da diese ohne Bleichmittel und Pestizide hergestellt werden

Pflegetipps für Handtücher: So machen Sie´s richtig


Waschen: Ob konventionelle Handtücher oder Bio-Handtücher, sie sollten in der Regel nach dreimaligem Gebrauch gewaschen werden, damit sich nicht zu viele Bakterien und Schimmelsporen im Gewebe bilden können. 60° Grad Waschtemperatur sind für ein hygienisch einwandfreies Ergebnis vollkommen ausreichend. Wenn möglich, stellen Sie Ihre Waschmaschine außerdem auf „pflegeleicht“ ein, damit nach dem Schleudern mit kaltem statt mit warmem Wasser gespült wird.

Sortieren: Achten Sie darauf, Frottierhandtücher möglichst nur zusammen mit anderen relativ robusten Textilien zu waschen, die auch einen ähnlichen Verschmutzungsgrad aufweisen. Damit die Farbintensität nicht leidet, sollten Sie außerdem nur Badtextilien, ob normale oder Bio Handtücher mit ähnlichen Farbtönen gemeinsam waschen.

Befüllen: Achten Sie darauf, Ihre Waschmaschine (nur) ausreichend zu befüllen, da sowohl das Über- als auch das Unterbeladen aufgrund der dadurch entstehenden starken Reibung der Textilien an der Wäschetrommel zu Fussel- und Knötchenbildung führen kann.

Waschmittel: Grundsätzlich ist ein normales Universal-Waschmittel vollkommen ausreichend; für Handtücher aus Bio-Baumwolle sollten Sie allerdings auch bei der Wäsche auf entsprechende ökologische Mittel setzen. Achten Sie außerdem darauf, die Waschmittelmenge an den Grad der Verschmutzung anzupassen – bei Über- bzw. Unterdosierungen kommt es zu einer Verhärtung der Fasern.

Hygiene: Für das Waschen von Sport- bzw. Schwimmhandtüchern geben viele Menschen einen sog. Hygiene-Spüler hinzu, der die Textilien jedoch zusätzlich chemisch belastet. Den gleichen antibakteriellen Effekt erzielen Sie, indem Sie ein paar Tropfen naturreines Lavendelöl zur Wäsche geben.

Tipps für die Extraportion Flauschigkeit: Vorsicht mit dem Weichspüler


Beim Thema Flausch-Faktor scheiden sich die Geister: Für die einen kann das Handtuch gar nicht weich und kuschelig genug sein, die anderen schätzen einen leichten Peeling- und Massageeffekt durch verhärtete Handtuchfasern. Fakt ist: Die Inhaltsstoffe im Weichspüler umhüllen und glätten die Textilfaser und machen sie dadurch flexibel. Das Ergebnis ist ein flauschig weiches Handtuch. ABER: Gerade dadurch, dass die Fasern geglättet werden, verlieren sie auch ihre Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. Wenn es Sie also nicht stört, dass Ihr Frottiertuch nicht besonders gut abtrocknet, dann können Sie ohne weiteres Weichspüler verwenden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, maximale Flauschigkeit mit maximaler Saugkraft zu kombinieren:

Schleudern: Je nasser ein Handtuch beim Aufhängen ist, desto mehr werden sich während des Trocknens die Fasern verhärten. Aus diesem Grund sollten Sie Handtücher stets mit hoher Geschwindigkeit schleudern, damit bereits in der Maschine eine möglichst große Wassermenge aus den Fasern verdrängt wird.

Trocknen: Je schonender der Trocknungsvorgang, desto besser wird das Ergebnis. Ideal ist das Trocknen im Wäschetrockner, da die Fasern hier durch den hohen Lufteinschluss während des gesamten Vorgangs in Bewegung bleiben. Stellen Sie das Gerät auf eine niedrige bis mittlere Temperatur ein. Falls Sie Ihre Handtücher an der Luft trocknen lassen, achten Sie darauf, sie nicht bei voller Sonneneinstrahlung trocknen zu lassen, da diese die Fasern des Handtuchs verhärten lässt.

Bügeln: Wenn Sie flauschige Handtücher bevorzugen, sollten Sie auf das Bügeln verzichten, da hierdurch die Fasern glatt gedrückt werden. Das Ergebnis sind weniger weiche Handtücher, die außerdem schlechter die Feuchtigkeit aufnehmen.


 
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