Pflegetipps: Babypflege für empfindliche Babyhaut

Puder, Cremes und Feuchttücher: Es gibt unzählige Produkte, die ideale Pflege für empfindliche Babyhaut versprechen. Doch welche Produkte braucht es wirklich? Und worauf kommt es in der Babypflege an? Wir haben die besten Tipps für Sie und Ihr Baby zusammengestellt.

Was Babys Haut so besonders macht


Wussten Sie, dass die Haut Ihres Nachwuchses bis zu fünfmal dünner ist als Ihre eigene? Außerdem fehlt der Babyhaut der dünne Fettfilm, der erwachsene Haut vor dem Austrocknen schützt, und der Säureschutzmantel ist ebenfalls noch nicht vollständig ausgebildet. Ein gewisses Maß an Hautpflege ist also dringend notwendig, um Schadstoffe und Bakterien am Eindringen in die Babyhaut zu hindern und auf diese Weise ihre natürliche Barrierefunktion zu unterstützen.
Babypflege für die empfindliche Babyhaut

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Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben: Da Ihr Baby in den ersten sechs Wochen überwiegend in seinem Bettchen liegt oder auf Ihrem Arm schläft, kann es nicht wirklich „schmutzig“ werden. Wovon Sie die Babyhaut in dieser Zeit befreien, sind in erster Linie Schweiß-, Urin- und Stuhlrückstände – und diese lassen sich entgegen der landläufigen Meinung zu 100 % mit reinem Wasser entfernen.

Ein Tipp: Falls Sie trotzdem auf entsprechende Zusätze zurückgreifen möchten, achten Sie darauf, dass es sich um möglichst natürliche Pflegeprodukte ohne Konservierungs-, Parfum- oder Farbstoffe, Weichmacher und Mineralöle handelt. Jede körperfremde Substanz belastet die empfindliche Babyhaut und stellt darüber hinaus ein Allergierisiko dar. Ob sich ein Produkt für die Babypflege eignet, erkennen Sie beispielsweise daran, wie viele Inhaltsstoffe es enthält: Je kürzer die Liste, desto besser das Produkt.

Grundausstattung Babypflege

Weniger ist mehr: Starten Sie mit den Basics in die ersten Monate und beobachten Sie, wie sich die Haut Ihres Babys verhält. Solange Rötungen und Reizungen nur minimal auftreten und gut ausheilen, brauchen Sie keine zusätzlichen Produkte. In den ersten Monaten benötigen Sie folgendes Zubehör für die Hautpflege Ihres Babys:

Heilsalbe: Eine Wundschutzcreme auf Zinkoxid-Basis ist wichtig, um im Falle von Rötungen und Reizungen am Po und im Genitalbereich umgehend Linderung zu verschaffen.
Mulltücher: Weiche Mulltücher können Sie sowohl zum Waschen als auch zum Trockentupfen und sogar zum Wickeln verwenden.
Pflanzenöl: Bei trockener oder schuppiger Haut schafft ein Badezusatz aus hochwertigem, reinem Pflanzenöl (z.B. Oliven- oder Kokosöl) Abhilfe.
Wattestäbchen: Verwenden Sie normale Wattestäbchen nur, um den Bauchnabel zu reinigen. Zum Reinigen der Ohren sollten Sie auf Wattestäbchen mit Sicherheitszone zurückgreifen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.
Fettcreme: Bei Minusgraden ist es wichtig, die Gesichtshaut Ihres Babys mit einer sehr fetten Creme zu schützen.

Waschen & Baden: Darauf sollten Sie achten


In den ersten Lebenswochen ist es vollkommen ausreichend, wenn Sie Ihr Baby während des Wickelns mit einem weichen, lauwarmen Tuch waschen. Achten Sie hier auf eine angenehme Raumtemperatur zwischen 23 und 25° C und schaffen Sie während der Babypflege eine Wohlfühlatmosphäre, indem Sie leise mit Ihrem Kind sprechen bzw. ihm etwas vorsingen und sich viel Zeit nehmen. Denken Sie daran, die Hautfalten am Hals und an den Beinen besonders sorgfältig zu reinigen und Po und Genitalbereich erst zum Schluss zu waschen, damit etwaige Keime nicht an andere Körperpartien gelangen. Achten Sie außerdem darauf, Ihr Tuch zwischendurch immer wieder gut auszuspülen. Nach ca. drei bis vier Wochen können Sie Ihr Baby das erste Mal Baden. Zum Schutz der empfindlichen Babyhaut sollten Sie folgendes beachten:

Wassertemperatur: Das Badewasser sollte nicht weniger und nicht mehr als 37° C betragen. Überprüfen Sie die Temperatur sicherheitshalber mit einem Badethermometer.
Badedauer: Das Bad sollte insgesamt nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern.
Häufigkeit: Da jedes Baden der Babyhaut Feuchtigkeit entzieht, sollten Sie Ihren Nachwuchs nicht öfter als ein oder zweimal pro Woche in die Badewanne setzen.
Zusätze: Verzichten Sie auf schäumende Zusätze, da diese die Babyhaut belasten. Falls Ihr Baby sehr trockene Haut hat, können Sie ein paar Tropfen hochwertiges Olivenöl ins Badewasser geben.
Abtrocknen: Es ist wichtig, dass Sie Ihr Baby nach dem Baden sehr sorgfältig abtrocknen, da zurückbleibende Feuchtigkeit zwischen den Fingern und Zehen, in den Kniekehlen und Leistenbeugen oder in den Hautfalten am Hals bzw. in den Achselhöhlen zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.

 
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