Meditation lernen: 7 Tipps


Meditieren ist Entspannen. "Meditation lernen" hört sich deshalb zunächst einmal merkwürdig an. Sollten wir nicht alle wissen, wie man sich entspannt? Die Antwort ist einfach: Wir sollten – aber wir haben es verlernt. Unsere innere Ruhe und unsere Energie wird von äußeren Reizen, vom Fernsehen, vom Radio, von sinnlosem Zeitvertreib gefressen. Das Ergebnis ist, dass wir immer schlapper werden und irgendwann kurz vor dem Burnout stehen. Meditation hilft, das "Gedankenchaos" auszuschalten und dem Kopf die Ruhe zu geben, die er so dringend braucht. Wir haben sieben hilfreiche Tipps für den Start zusammengestellt.
Meditation lernen

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Warum meditieren? Das sind die Vorteile


Wer regelmäßig meditiert, wird nicht nur grundsätzlich entspannter, sondern kann auch viel besser mit stressigen Situationen umgehen. Durch Meditation schulen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit und werden feststellen, dass Sie viel klarer denken können. Weitere Vorteile regelmäßiger Meditation sind:

Verbesserter Schlaf: Dadurch, dass das "Gedankenchaos" leiser wird, finden viele Leute am Abend leichter in den Schlaf.

Mehr Abstand: Wer meditiert, lernt, seine Gedanken eher zu beobachten, anstatt sofort auf sie zu reagieren.

Selbsterkenntnis: Bei regelmäßiger Meditation fällt es Ihnen leichter, in Kontakt mit Ihrem inneren Selbst zu kommen. Das kann auch dabei helfen, sich selbst besser anzunehmen.


1. Tipp: Suchen Sie nach Gemeinschaft


Um erste Erfahrungen zu sammeln, kann es hilfreich sein, einen Meditationskurs mitzumachen. Sie müssen sich hier auch gar nicht für lange verpflichten – ein Kurs am Wochenende ist häufig schon ausreichend, um einen Einstieg zu finden. Angeboten werden entsprechende Kurse in sog. „Osho Zentren“, aber häufig auch in der lokalen Volkshochschule. Kurse sind vor allem hilfreich, um sich mit den verschiedenen Techniken des Meditierens vertraut zu machen und die Technik herauszufinden, die für Sie persönlich am besten funktioniert.


2. Tipp: Sorgen Sie für Ruhe


Damit Sie im Inneren zur Ruhe kommen können, müssen Sie zunächst alle äußeren Störquellen ausschalten. Suchen Sie sich zum Meditieren einen Ort aus, an dem Sie sich wohlfühlen und an dem Sie ungestört sein können. Schalten Sie den Computer, das Telefon und das Internet aus, bevor Sie mit der Meditation beginnen.


3. Tipp: Nehmen Sie eine bequeme Haltung ein


Es gibt keine Regel, in welcher Position Sie meditieren sollten. Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen und Ihnen nichts wehtut. Schmerzende Knie oder Gelenke im Lotus-Sitz machen Sie nur unruhig – und das ist das Letzte, was Sie wollen. Meditieren können Sie sowohl sitzend als auch liegend.

Tipp: Falls Sie gerne im Lotus- oder Schneidersitz meditieren möchten, aber ein bisschen steif sind, kann ein Still- oder Lagerungskissen Abhilfe schaffen. Positionieren Sie das Kissen ganz einfach so, dass es Sie stützt.


4. Tipp: Setzen Sie sich realistische Ziele


Sie wollen zukünftig jeden Tag 30 Minuten lang meditieren? Dann stehen die Chancen gut, dass Sie nach spätestens einer Woche wieder aufhören. Stecken Sie sich die Ziele lieber enger und beginnen Sie mit ein paar Minuten pro Tag – verlängern können Sie bei Bedarf immer noch.


5. Tipp: Atmen Sie sich ruhig


Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung: Atmen Sie langsam durch die Nase in den Bauch ein und langsam wieder aus. Versuchen Sie dabei, den Weg des Luftstroms zu spüren. Das Zählen der Atemzüge kann hilfreich sein, um die Gedanken zu beruhigen. Zählen Sie bei jedem Ausatmen leise von eins bis fünf hoch, atmen Sie ein und fangen beim Ausatmen wieder bei „eins“ an.

Tipp: Sie können die entspannende Wirkung der langsamen Atmung unterstützen, indem Sie die Luft mit ätherischen Ölen anreichern. Etwas Wasser mit ein paar Tropfen Ylang Ylang, Salbei oder Bergamotte in der Duftlampe kann wahre Wunder wirken.


6. Tipp: Schalten Sie das Gedankenkarussel aus


Gehören Sie auch zu den Menschen, deren Gedanken einfach nicht verstummen wollen? Dann müssen Sie ein wenig tricksen: Stellen Sie sich z.B. eine „Gedankenkiste“ vor. Nun prüfen Sie jeden einzelnen Gedanken – ist er momentan unwichtig, kommt er in die Kiste. Nach der Meditation können Sie die Gedanken wieder hervorholen. Sie haben jetzt ja neue Kraft getankt, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen.


7. Tipp: Bleiben Sie am Ball


Idealerweise nehmen Sie sich eine Testphase von 30 Tagen vor und planen für jeden Tag ein paar Minuten Meditation ein. Versuchen Sie, diese Minuten jeden Tag einzuhalten. Am Ende der 30 Tage nehmen Sie sich die Zeit, einmal aufzuschreiben, was sich in Ihrem Leben, Ihrem Denken und Ihrer Gefühlswelt alles verändert hat. Sie werden sicher zu dem Schluss kommen, dass Meditation eine sinnvolle Routine ist.
 
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