Matratze reinigen: Hausmittel und Reinigungstipps

Ein leidiges Thema – der Hausputz! Niemand macht ihn gerne, doch leider ist er unumgänglich, sofern man nicht über kurz oder lang ungebetene Gäste in Form von Schädlingen, Bakterien oder sonstigen Lebewesen als Untermieter haben möchte. Doch viele wissen nicht, dass wir jeden Tag mit einer unvorstellbaren Anzahl an Mitbewohnern unsere Nacht verbringen – mit Bettmilben! Grund dafür ist die Tatsache, dass die Matratze beim Putzen sehr oft vernachlässigt wird, und so eine hervorragende Wohlfühloase für die kleinen Tierchen geschaffen wird und diese, insbesondere für Allergiker, das Leben zur Qual machen. Matratze reinigen

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Um sich vor solchen Krankheiten und Allergien zu schützen, möchten wir Ihnen einige Tipps aufzeigen, wie Sie mit einfachen Mitteln für eine hygienisch saubere Matratze sorgen können – egal ob Federkern- , Futon- oder Kaltschaummatratze, das Prinzip ist bei allen Matratzenarten gleich.


Matratze regelmäßig lüften

Ihr Bettzeug sollte nach Möglichkeit jeden Tag nach dem Aufstehen ordentlich aufgeschlagen werden und anschließend über eine Stuhllehne oder idealerweise aus dem Fenster, zum Auslüften gehängt werden. In einem Rhythmus von etwa spätestens drei Monaten – öfter wäre natürlich besser - sollte hingegen auch Ihre Matratze gründlich gelüftet werden. Die Raumtemperatur sollte dabei unterhalb 21 Grad liegen, da Milben sich unterhalb dieser sehr unwohl fühlen. Auf diese Weise verhindern Sie lästige Milbenbisse oder Allergien. Um die Matratze von allen Seiten zu lüften, nehmen Sie diese soweit aus dem Bettrahmen heraus, dass sie frei stehen kann – große Matratzen tragen Sie zur Schonung Ihres Rückens besser zu zweit. Nun lüften Sie die Matratze mehrere Stunden bei geöffnetem Fenster.


Flecken effektiv entfernen

Während es für die regelmäßige Matratzenpflege völlig ausreichend ist, diese hin und wieder mit einer Fussel- oder Schmutzbürste aus- bzw. abzubürsten, kann bei akuten Flecken, beispielsweise durch Blut oder Urin ein weiteres Handeln notwendig werden. Grundsätzlich sei vorab gesagt, dass ein Matratzenschonbezug von vornherein ein wirksamer Schutz gegen Flecken aller Art ist. Sollte dennoch mal etwas schief gehen, stellen wir Ihnen hier vor, wie Sie gegen Flecken vorgehen können:

Blutflecken
Blutflecken lassen sich in der Regel immer sehr schwer entfernen – nahezu immer bleiben trotz aller Bemühungen Ränder zurück. Dennoch kann man Blut weitestgehend entfernen, wenn der Fleck noch frisch ist. Hier hilft die Behandlung mit Wasser und etwas Feinwaschmittel. Sollte der Fleck bereits getrocknet sein, ist kaltes Wasser zur Lösung sehr hilfreich. Als hilfreiches Hausmittel haben sich auch Backpulver oder Sodalauge bewährt. Das getrocknete Blut wird mit kaltem Wasser eingerieben und anschließend mit reichlich Pulver bestreut. Nach einer Einwirkzeit von etwa einer halben Stunde, das Gemisch mit kaltem Wasser abwaschen und mit einer Desinfektionslösung einsprühen.

Urinflecken
Gegen Urinflecken können Sie hervorragend mit Essig und Zitronensaft vorgehen. Beträufeln Sie den Urinfleck mit beiden Flüssigkeiten und lassen diese vollständig trocknen. Im Anschluss kann der Fleck ausgebürstet werden oder mit der Rückseite eines Messers abgeschabt werden – allerdings wird auch hier, wie bei Blut, ein Rand zurückbleiben. Falls es sich um besonders streng riechenden Urin handeln sollte (z.B. Katzenurin), ist eine mehrfache Nachbehandlung mit einer Waschmittellauge ratsam. Nach der Fleckenbehandlung ist ebenfalls eine Desinfektion empfehlenswert. Wichtig nach jeder feuchten Fleckbehandlung ist, dass die Matratze auf jeden Fall vollständig getrocknet wird! Anderenfalls riskieren Sie Schimmelbildung im Inneren der Matratze.


Matratze regelmäßig wenden

Gerade bei günstigeren Matratzenmodellen oder auch einer Futon-Matratze ist es besonders wichtig, Schimmelbildung vorzubeugen. Besonders die in den Matratzen enthaltene Watte zieht Schimmel nahezu an. Zur Vorbeugung hiergegen, wenden Sie die Matratze regelmäßig – am besten immer dann, wenn Sie ohnehin neue Bettwäsche beziehen. So sparen Sie sich unnötige Arbeitsschritte. Eine weitere positive Begleiterscheinung hierbei ist die Vermeidung von Kuhlenbildung, durch die es zu einer einseitigen Belastung des Rückens kommt. Der Vorteil: Unangenehme Rückenschmerzen bleiben aus!


Professionelle Reinigung

Falls doch einmal alle Vorsichtsmaßnahmen und Reinigungsversuche nicht mehr helfen, sollten Sie einen Profi aufsuchen. Gerade bei hochwertigen Matratzen empfiehlt sich eine professionelle Reinigung, da die Kosten bei seriösen Anbietern meistens überschaubar sind. Bei günstigen Modellen sollte auf jeden Fall die Wirtschaftlichkeit dahingehend geprüft werden, ob eine Neuanschaffung nicht gegebenenfalls die günstigere Alternative ist.

 
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