Hygiene im Haushalt mit Haustieren: 5 wichtige Tipps

Sie bringen Freude in jeden Haushalt – aber mit Hunden, Katzen und anderen Fellbündeln kommt auch ein potenzielles Hygieneproblem. Vor allem für Eltern kleiner Kinder ist die Angst vor Krankheitserregern häufig ein Grund, von der Anschaffung eines Haustieres abzusehen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten, und geben Ihnen 5 hilfreiche Hygienetipps, um das Zusammenleben mit Haustieren so reinlich wie möglich zu gestalten. Hygiene im Haushalt mit Haustieren

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Tiere im Haushalt: Seelentröster und Bakterienschleuder


Es ist nachgewiesen, dass die Anwesenheit von Tieren im Haushalt für das Seelenleben und die Psyche der erwachsenen Bewohner ebenso wichtig ist wie für das der Kinder. Ihr Nachwuchs kann gesundheitlich sogar von Katzen und Hunden im Haushalt profitieren, da sich das kindliche Immunsystem durch den frühen Kontakt mit Tieren besonders robust entwickelt. Nichtsdestotrotz raten Experten zu einer gesunden Vorsicht, wenn es um die Anschaffung eines Haustieres geht. Denn der flauschige Seelentröster trägt nicht nur Straßenschmutz in die Wohnung, sondern im Zweifel auch E.Coli-Bakterien und verschiedene Erreger für Toxoplasmose. Wir zeigen Ihnen, wie Hygiene im Haushalt funktioniert und was Sie tun können, um sich und Ihren Nachwuchs zu schützen.


1. Tipp: Vor der Anschaffung steht die Information


Bevor Sie sich tierischen Nachwuchs ins Haus holen, sollten Sie sich zunächst bei einem Tierarzt darüber informieren, welches Tier am besten zu Ihrer familiären Situation passt. So sind Katzen beispielsweise denkbar ungeeignet, wenn Sie schwanger sind oder in naher Zukunft Nachwuchs planen: Katzen sind die Hauptüberträger von Toxoplasmose, welche bei ungeborenen Kindern zu Entwicklungsschäden führen kann. Wer ein schwaches Immunsystem hat, sollte sich für ein älteres Tier entscheiden, da Katzenkinder und Welpen Organismen verbreiten, die sich bei erwachsenen Tieren nicht mehr finden. Sie sehen: Welches Tier welches Gesundheitsrisiko birgt, ist zu einem großen Teil von Ihrer persönlichen Situation abhängig.


2. Tipp: Putzen, putzen, putzen


Egal ob Käfig, Körbchen oder Futterplatz: Alle Orte, an denen sich Ihr Vierbeiner oder geflügelter Freund besonders viel aufhält, gehören gründlich und idealerweise täglich gereinigt. Selbst Haustiere, die regelmäßig gebadet werden, tragen Bakterien auf der Haut bzw. im Fell, die auf alles übergehen, was sie berühren. Aus diesem Grund gehören Futterplätze regelmäßig gereinigt und täglich mit geeigneten Mitteln , wie einer Flächendesinfektion, desinfiziert, Kissen und Decken in Hunde- und Katzenkörben mindestens einmal pro Woche gewaschen und Käfige mehrmals in der Woche gereinigt. Die Katzentoilette sollte möglichst weit von jeglichen Essplätzen entfernt aufgestellt und jeden Tag gesäubert werden.

Ein Tipp: Achten Sie darauf, sanfte und biologische Wasch- und Reinigungsmittel. Viele Tiere reagieren empfindlich auf Putzmittel aller Art und können allergische Reaktionen entwickeln, wenn sie mit Rückständen chemischer Reinigungsmittel in Berührung kommen.


3. Tipp: Baden Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig


Wer sich für eine Katze als Haustier entscheidet, bekommt einen sehr reinlichen Mitbewohner, der sich stundenlang selbst um seine Hygiene kümmert. Falls Sie also nicht gerade schwanger sind oder eine Katzenhaarallergie haben, müssen Sie sich in Sachen Gesundheitsrisiko keine großen Gedanken machen. Ganz anders sieht es bei Hunden aus: Diese sind nicht annähernd so reinlich wie Katzen und tragen insbesondere nach ausgiebigen Spaziergängen nicht nur groben Schmutz, sondern auch alle möglichen Bakterien ins Haus. Aus diesem Grund sollten Sie es sich zur Angewohnheit machen, Ihren Vierbeiner rund einmal in der Woche zu baden und mit einem sanften, hautverträglichen Hundeshampoo mit natürlichen Inhaltsstoffen zu reinigen.

Ein Tipp: Auch gegen Flöhe muss es nicht immer die Chemiekeule sein. Eine gute Alternative sind naturreine ätherische Öle wie Lavendel- Zedern- oder Zitronenöl, von denen Sie jeweils fünf Tropfen mit Wasser vermischen und auf Beine, Bauch, Nacken und Schwanzende Ihres Hundes auftragen. Je nachdem, wie das Tier darauf reagiert, können Sie den Vorgang täglich wiederholen.


4. Tipp: Vernachlässigen Sie die Tierarztbesuche nicht


Sie können sich viel Ärger ersparen, indem Sie Impftermine einhalten und bei Krankheitsanzeichen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Tierarzt gehen. Je schneller das Tier geheilt wird, desto kürzer ist der Zeitraum, in dem es infektiös ist.


5. Tipp: Legen Sie klare Regeln für die ganze Familie fest


Ob Hunde, Katzen oder Kaninchen mit ins Bett genommen werden, muss jeder Tierhalter selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass im Vorfeld klare Regeln festgelegt werden, an die sich dann ausnahmslos jeder hält. Hierzu gehören u.a.:

Beständigkeit: Ist der Hund im Schlafzimmer verboten, dürfen keine Ausnahmen gemacht werden. Gerade Hunde brauchen feste Regeln.

Putzplan: Idealerweise legen Sie feste Tage für die Reinigung von Nagerheim, Vogelkäfig oder Katzentoilette fest. Achten Sie darauf, dass die Termine eingehalten werden.

Schutz: Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner den Jahreszeiten entsprechend stets vor Parasiten wie Läusen oder Zecken geschützt ist.

Vorsorge: Bevor ein Tier ins Haus kommt, sollten wenn möglich alle menschlichen Bewohner gegen Tetanus geimpft werden.
 
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