Haushaltstipps: Putzen mit System leicht gemacht

Für die meisten ist es die unbeliebteste Haushaltsaufgabe überhaupt: das Putzen. Doch wer keine Wertminderung durch hartnäckige Verschmutzungen riskieren und Schimmelspuren und Bakterien keine Chance geben will, kommt um die regelmäßige Grundreinigung nicht herum. Für zeitsparendes und effektives Putzen sorgt das richtige System. Wir zeigen Ihnen, wie das geht. Putzen mit System leicht gemacht

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First things first: die richtige Vorbereitung

Damit der Wohnungsputz effektiv, aber auch so schnell wie möglich über die Bühne geht, ist die Vorbereitung essentiell. Hierfür steht Aufräumen an erster Stelle: Alle herumliegenden Gegenstände werden an ihren angestammten Platz zurückgebracht, Kleidung kommt in den Schrank, schmutzige Wäsche in den Wäschekorb und Spielzeug ins Kinderzimmer. Sorgen Sie dafür, dass alle Flächen, die Sie putzen möchten, gut zugänglich und frei von Dekorationsgegenständen sind. Als nächstes sollten Sie sich alle notwendigen Utensilien (Eimer, Schwämme, Reinigungsmittel etc.) zurechtlegen und dafür sorgen, dass die Wohnung gut ausgeleuchtet ist. Ein Tipp: Um die Oberflächen Ihrer Möbel und Bodenbeläge nicht zu beschädigen, sollten Sie auf aggressive Putzmittel verzichten und stattdessen auf biologische Reinigungsmittel zurückgreifen. Diese reinigen nicht nur sanfter, sie enthalten auch keine schädlichen Stoffe, die über Ihre Haut oder Ihre Atemwege in Ihren Körper gelangen könnten.


Systematisch putzen: von oben nach unten


Falls Sie sich einen Großputz vorgenommen haben, putzen Sie von oben nach unten. Das heißt, Sie beginnen mit den Spinnweben unter der Decke, gehen dann zu den Fenstern über und als letztes kommt der Boden an die Reihe. Für den „normalen“ Haus- oder Wohnungsputz gilt: Beginnen Sie mit den Oberflächen (z.B. von Tischen, Regalen, Fensterbänken und Sideboards) und wischen Sie diese mit einem feuchten Mikrofasertuch ab. Achten Sie darauf, immer nur in eine Richtung zu wischen, damit Sie den Schmutz nicht einfach nur verteilen. Als nächstes kommen die Polstermöbel und etwa alle vier Wochen die Matratzen an die Reihe: Saugen Sie diese sorgfältig ab, damit Staubmilben keine Chance haben. Nach dem Saugen der Böden kommt das Wischen an die Reihe. Für Laminat, Dielen oder Fliesen eignet sich am besten ein sog. „Breitwischgerät“ mit Mikrofaserbezug. Ein Tipp: Beginnen Sie am hinteren Ende des Raums und arbeiten Sie sich zur Tür vor. Lassen Sie ggf. ein Fenster geöffnet, damit der Boden schneller trocknet.


Bad putzen: auf die Hygiene achten


Für den Sanitärbereich gilt: Nicht an Wasser sparen! Nicht nur die Armaturen, sondern auch die Böden sollten nass gewischt werden. Ein wenig Bad- oder Allzweckreiniger im Putzwasser ist vollkommen ausreichend. Zu viel Reinigungsmittel bedeutet nur, dass Sie öfter nachwischen müssen. In Sachen Hygiene sollten Sie darauf achten, für die Toilette und die restlichen Oberflächen unterschiedliche Putzlappen zu verwenden. Ein Farbsystem kann hier hilfreich sein. Beim Reinigen der Toilette sollten Sie sich vor allem auf den Rand konzentrieren, da sich dort die Keime einnisten und für üble Gerüche sorgen. Falls Sie hier mit der Bürste nicht weiterkommen, kann eine ausgediente Zahnbürste mit ein wenig Reinigungsmittel helfen. Die Duschwände und Kacheln können Sie mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen. Es spart jedoch eine Menge Arbeit, wenn Sie die Kacheln und Wände nach jedem Duschen abziehen und anschließend mit einem Handtuch trockenreiben. Auf diese Weise haben Kalkspritzer keine Chance.

Ein Tipp: Reinigungsschwämme mit Scheuerseite verursachen auf die Dauer Mikrokratzer auf Armaturen und Oberflächen. Zweckdienlicher ist daher ein Mikrofaser – oder Schwammtuch.


Küche putzen: erst Kochen, dann Saubermachen


Wer nicht alle zwei Wochen stundenlang Herd und Abwasch von eingebrannten oder angetrockneten Essensresten befreien will, sollte nach jedem Kochen saubermachen. Indem Sie Arbeitsfläche, Herd und Armaturen nach jeder Benutzung mit Allzweckreiniger behandeln, verhindern Sie nicht nur das Wachstum von Bakterien, sondern schließen auch eine Wertminderung Ihrer Küche aus. Für den Wohnungsputz bedeutet dies außerdem weniger Arbeit: Wenn Armaturen, Herd und Arbeitsfläche bereits sauber sind, bleibt für den Wohnungsputz in der Küche lediglich das Wischen des Bodens übrig. Gegen Kalkflecken auf den Armaturen hilft eine einfache Essigmischung im Verhältnis 1:5.


Clever putzen: die Seele nicht vergessen


Wer effizient putzen möchte, den darf zwischendurch nicht die Lust verlassen. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Vorfeld genau überlegen, was Sie an einem Tag schaffen wollen. Achten Sie darauf, sich nicht zu viel vorzunehmen. Misserfolge nehmen Ihnen unter Umständen die Motivation für die nächste Runde. Planen Sie idealerweise etwas mehr Zeit ein als Sie schätzungsweise benötigen und vergessen Sie nicht, Pausen einzulegen. Nach getaner Arbeit sollten Sie sich belohnen: Kochen Sie etwas Leckeres, gönnen Sie sich eine ausgedehnte Kaffeepause auf der Couch oder hören Sie gute Musik im frisch geputzten Wohnzimmer. Ein Tipp: Ein paar Tropfen ätherisches Öl in der Duftlampe verleihen der frisch geputzten Wohnung zusätzliche Frische. Geeignete Öle sind z.B. Blutorange, Edeltanne oder Lavendel.
 
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