Gerüche neutralisieren – Hausmittel & Tipps

Schlechte Gerüche im Haushalt haben selten etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Manchmal  riecht der Abfluss übel, manchmal verbreitet der Kühlschrank unangenehme Gerüche und ein anderes Mal hält sich der Knoblauchgeruch vom letzten Abendessen hartnäckig in der Küche. Wir zeigen Ihnen, wie Sie unangenehme Gerüche zukünftig vermeiden, binden oder neutralisieren können – mit ganz einfachen Mitteln oder Hausmitteln. Gerüche neutralisieren

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First things first: Geruchsquelle ausfindig machen


Damit ein für alle Mal Schluss ist mit der Geruchsbelästigung, müssen Sie zunächst herausfinden, wo der Übertäter sitzt. Denn je nachdem, ob es sich um frische Gerüche handelt, die z.B. durchs Kochen oder Rauchen in der Wohnung entstehen, oder um Gerüche, die sich bereits seit längerem in Textilien, Kühl- oder Kleiderschrank festgesetzt haben, gibt es verschiedene Hausmittel. Häufige Quellen für unangenehme Gerüche sind die Abflüsse in Küche und Bad, Kühlschrank, Abfalleimer, Schuh- und Kleiderschränke.


Tipp Nr. 1: Lassen Sie unangenehme Gerüche gar nicht erst entstehen


Der einfachste Weg, um Ihre Wohnung vor üblen Gerüchen zu schützen, ist Vorsorge: Stellen Sie sicher, dass potenzielle Geruchsquellen sicher verschlossen bleiben, indem Sie z.B. einen Aschenbecher mit Geruchsverschluss wählen, Lebensmittel mit starker Geruchsentwicklung (z.B. Käse) in Tupperware lagern und Kompost- und Abfalleimer mit fest schließendem Deckel wählen. Obst sollte während der warmen Monate grundsätzlich im Kühlschrank gelagert werden und getragene Wäsche sammeln Sie idealerweise in einer gut verschließbaren Plastiktonne.


Tipp Nr. 2: Gerüche aus Textilien entfernen


Schlechte Gerüche setzen sich besonders gerne in Textilien fest. Aus diesem Grund sollten Sie es sich zur Angewohnheit machen, Vorhänge, Decken und Kissenbezüge regelmäßig zu waschen. Achten Sie darauf, ein ökologisch nachhaltiges Waschmittel zu wählen, da Sie nur hier sicher sein können, dass sich in der Formel keine schädlichen Inhaltsstoffe befinden, die Sie anderenfalls über Lunge oder Haut aufnehmen würden. Auch Teppiche und Auslegeware sollten regelmäßig mit entsprechendem Teppichschaum behandelt werden, da Schmutzpartikel und Muff sich anderenfalls zu einem Dauergeruch entwickeln können, der sich nur noch durch das Rausreißen der Auslegeware entfernen lässt. Achtung: Sind die Gerüche auch nach diesen Maßnahmen noch wahrnehmbar, sollten Sie überprüfen, ob Schimmelbildung vorhanden ist.


Tipp Nr. 3: Schlechte Gerüche mit Hausmitteln neutralisieren


Es gibt Hausmittel, die bereits von den alten Ägyptern angewendet wurden, um unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Und das Beste: Diese Mittelchen sind normalerweise in jedem Haushalt vorhanden. Wenn Sie also einmal wieder die Nase rümpfen und sich über einen üblen Geruch ärgern, greifen Sie nicht direkt zur Chemiekeule. Wir haben die besten Hausmittel gegen schlechte Gerüche für Sie zusammengefasst:

Stoßlüften: Manchmal riecht die Wohnung muffig, weil die Luft abgestanden ist. Aus diesem Grund sollten Sie wenigstens am Morgen und am Abend rund drei Minuten Stoßlüften machen, damit die Wohnungsluft sich einmal komplett erneuern kann.

Essig: Essig ist ein exzellentes Hausmittel gegen Zigarettenrauch, Kühlschrankgerüche und muffige Polstermöbel. Bürsten Sie die Polster bzw. wischen Sie den Kühlschrank ganz einfach mit Essigwasser (1:2) aus. Um schlechte Raumluft zu neutralisieren, können Sie entweder ein Glas Essigwasser über Nacht aufstellen oder eine Duftlampe statt mit ätherischem Öl mit Essig und ein wenig Wasser befüllen.

Kaffeesatz: Anstatt den Kaffeesatz im Müll zu entsorgen, können Sie ihn verwenden, um unangenehme Gerüche zu binden. Geben Sie den Kaffee ganz einfach in eine Schüssel, die Sie in dem betreffenden Raum aufstellen. Auch aus Kunststoffbehältern, in denen sich üble Gerüche festgesetzt haben, funktioniert dieses Hausmittel. Lassen Sie den Kaffeesatz einfach über Nacht einwirken und spülen Sie den Behälter am nächsten Tag gut aus.

Backpulver/ Natron: Mit Backpulver und Natron lassen sich eine ganze Reihe unangenehmer Gerüche neutralisieren. Um schlechte Raumluft zu neutralisieren, geben Sie einfach einen EL Backpulver/ Natron mit etwas Wasser in eine Schüssel und stellen diese in dem betreffenden Raum auf. Geschirr befreien Sie von üblem Geruch, indem Sie etwas Natron/ Backpulver ins Spülwasser bzw. auf den Boden der Spülmaschine geben. Sie können Natron/ Backpulver auch in müffelnde Sport(schuhe), Teppiche oder Polstermöbel geben und 24 Stunden später mit dem Staubsauger entfernen.

Kartoffeln: Wer beim Öffnen des Kühlschranks einen unangenehmen Geruch feststellt, kann mit Kartoffeln nachhelfen. Da das Knollengemüse Gerüche bindet, können Sie einfach eine mittelgroße Kartoffel in Scheiben schneiden und diese auf einem kleinen Unterteller in den Kühlschrank stellen. Denken Sie daran, die Scheiben regelmäßig zu erneuern.

Essigbrot: Einer der unangenehmsten Gerüche im Haushalt ist der Gestank von angebranntem Essen. Anstatt anschließend stundenlang zu lüften, können Sie Essigbrot verwenden: Bringen Sie eine Mischung aus zwei Tassen Essig und etwas Wasser zum Kochen, lassen Sie sie 15 Min. köcheln und tauchen Sie anschließend ein paar Scheiben Weißbrot hinein. Legen Sie das feuchte Brot auf einen Teller – es wirkt wie ein Schwamm und saugt den üblen Geruch vollständig auf.

Salz: Gegen üble Gerüche aus dem Abfluss hilft Salz: Geben Sie zwei EL Salz in das Abflussrohr, lassen Sie es etwa 30 Min. einwirken und spülen Sie mit kaltem Wasser nach. Tipp: Da in der Küche häufig festsitzende Speisefette an dem üblen Abflussgeruch Schuld sind, verwenden Sie hier besser vier EL Backpulver/Natron und eine halbe Tasse Essig. Durch den Essig schäumt das Backpulver, wodurch sich die Fette zersetzen. Mit heißem Wasser nachspülen – fertig.

 
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