Fernöstliche Entspannungstechniken – 5 Ideen für Zuhause

Yoga, Qi Gong & Tai Chi: Seit einigen Jahren erfreuen sich die uralten Entspannungsrituale aus China und Indien auch im Westen immer größerer Beliebtheit. Während vor zwei Jahrzehnten noch der Waldspaziergang oder das Wannenbad für Entspannung nach einem langen Tag sorgten, liegt der Fokus heute auf dem Gleichklang von Körper, Geist und Seele. Wir verraten Ihnen, welche fernöstlichen Entspannungsrituale Sie auch Zuhause anwenden können. Fernöstliche Entspannungstechniken

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1. Meditation: Abschalten lernen


Für viele Menschen ist die erste Hürde auf dem Weg zur Entspannung zugleich die Schwierigste: Sie schaffen es nicht, ihren Denkapparat abzuschalten und ihren Geist zur Ruhe zu bringen. Die im Buddhismus, Hinduismus und Daoismus wurzelnde Technik der Meditation soll genau das bewirken: Durch Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen soll der Geist zunächst beruhigt und letztlich in einen Zustand der absoluten Gedankenfreiheit überführt werden. Laut einer Studie der Harvard Medical School verändert regelmäßige Meditation die Gehirnstruktur insofern, dass sie widerstandsfähiger gegen Stress und empathischer gegenüber anderen Menschen macht.

Ein Tipp: Beginnen Sie mit 10 bis 15 Minuten pro Tag und versuchen Sie, dem Raum Ihrer Wahl eine entspannende Atmosphäre zu verleihen. Hier können ein paar Tropfen naturreine ätherische Öle wie Lavendel, Vanille oder Zimtrinde bzw. qualitativ hochwertiges Räucherwerk hilfreich sein.


2. Yoga: Entspannt Körper und Geist


Für alle, die ihren Berufsalltag überwiegend am Schreibtisch verbringen, ist Yoga eine sinnvolle Entspannungstechnik. Die Lehre stammt ursprünglich aus der indischen Philosophie und verbindet geistige Konzentration mit Atem- und Körperübungen. Studien zufolge wirken die langsamen Bewegungsabläufe gegen Stresshormone und stärken unseren Körper und Geist. Je nach persönlichen Vorlieben können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen:

Hatha-Yoga: Hier liegt der Schwerpunkt auf den körperlichen Übungen, weshalb Hatha-Yoga auch als „Sport-Yoga“ bezeichnet wird.

Yin-Yoga: Beim Yin-Yoga liegt der Fokus auf dem ruhigen Fluss der Energien; es wird als eine langsame Abfolge von Bewegungen praktiziert.

Bikram-Yoga: Diese Yoga-Form wird bei Temperaturen von bis zu 40°C praktiziert, wodurch die Muskelentspannung gefördert wird.

Zen-Yoga: Beim Zen-Yoga liegt der Fokus auf Meditation und geistiger Entspannung.


3. Massage: Urlaub für den Körper


Die Massage gilt als ältestes Heilmittel der Menschheit und hat ihren Ursprung als Heil- und Entspannungsmethode ebenfalls im asiatischen Raum. Die ältesten Erwähnungen finden sich 2600 v. Chr. in China, doch es gibt auch Nachweise in der frühen indischen Heilkunst, dem Ayurveda. Die Massage dient der Stimulation von Haut, Muskulatur und Bindegewebe durch mechanische Reize, wodurch letzten Endes der gesamte Körper und die Psyche positiv beeinflusst werden. Wer sich die heilsamen Kräfte der Massage in die eigenen vier Wände holen möchte, kann z.B. auf spezielle Massagekerzen zurückgreifen. Diese enthalten natürliche Inhaltsstoffe und Aromen, die den Geist beruhigen und zugleich Ihre Haut pflegen. Warten Sie ganz einfach, bis sich der Brennteller verflüssigt hat, und verwenden Sie das körperwarme Wachs wie ein Massageöl.


4. Qi Gong: Gesundheit durch Lebensenergie


Die Meditations- und Bewegungsform Qi Gong dient dazu, den Energiefluss im Körper anzuregen, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Es ist die Grundlage jener Kraft, die in der chinesischen Kampfkunst aufgebaut wird. Stark vereinfacht handelt es sich um Übungen, die einem festen Bewegungsablauf folgen, durch welche das "Qi" (die Lebensenergie) bewusst durch den Körper gelenkt wird. Durch eine meditative innere Grundhaltung und bewusste Atmung wird beim Qi Gong nicht nur der Geist beruhigt, sondern auch Puls und Blutdruck sinken nachweislich. Varianten des Qi Gong werden auch in der Behandlung von Depression sowie in der Burnout-Prävention eingesetzt. Vorteile der Entspannungstechnik sind u.a. eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit. Qi Ging als Entspannungstechnik hilft bei vielen Problemen.


5. Tai Chi: Beruhigt das Gedankenkarussel


Tai Chi, auch Taijiquan oder Schattenboxen genannt, wird weltweit von Millionen von Menschen praktiziert. Ursprünglich handelt es sich um eine innere Kampfkunst, die im Kaiserreich China entwickelt wurde und auf den Nahkampf vorbereiten sollte. Heute werden die vielschichtigen Bewegungsabläufe praktiziert, um die Lebensenergie (das Qi) durch den Körper zu lenken, den Geist zu beruhigen und auf diese Weise einen nahezu meditativen Zustand zu erreichen. Die langsamen Bewegungsabläufe, die nach strengen Mustern ausgeführt werden, trainieren Konzentration und Koordination und helfen Ihnen dabei, sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu entspannen. Weitere Vorteile des chinesischen Volkssports sind:

Vorsorge: Wer regelmäßig Tai Chi praktiziert, bleibt bis ins hohe Alter gelenkig.
Stabilisation: Tai Chi kann dabei helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rückenproblemen vorzubeugen.
Linderung: Die sanften Bewegungsabläufe können Arthritis- und Rheuma-Beschwerden lindern.

 
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