Erster Kindergartentag: So gelingt die Eingewöhnung

Mit dem ersten Tag im Kindergarten beginnt ein neuer Lebensabschnitt – sowohl für das Kind als auch für seine Eltern. Damit die Tränen schnell trocknen und die Freude an neuen Herausforderungen wächst, haben wir die besten Tipps für eine problemlose Eingewöhnung in den Kindergarten zusammengestellt.

Vorbereitung: Was Sie tun können, um Ihrem Kind die Angst zu nehmen

Behandeln Sie den ersten Kindergartentag in Ihrer Familie als das, was er ist: Ein ganz normaler Tag. Je besorgter und aufgeregter Sie selbst sind, desto mehr wird sich das nämlich auf Ihren Nachwuchs übertragen.
Erster Kindergartentag

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Versuchen Sie stattdessen, entspannt an die Sache heranzugehen und die Vorbereitung auf den Kindergarten ganz nebenbei in Ihren Alltag einfließen zu lassen:

Offenheit: Fangen Sie frühzeitig an, mit Ihrem Kind über die bevorstehenden Veränderungen zu reden und binden Sie es möglichst in alle Vorbereitungen mit ein. Nehmen Sie Ihren Nachwuchs z.B. unbedingt mit, wenn Sie Kindergartentasche, Brotdose und Trinkflasche kaufen und geben Sie ihm ein Mitspracherecht: Je stolzer Ihr Kind auf seine neuen Sachen ist, desto mehr wächst auch die Vorfreude auf den Kindergarten.

Positivität: Natürlich kommen mit dem Eintritt in den Kindergarten auch erste Pflichten auf Ihren Nachwuchs zu – aber das müssen Sie nicht extra betonen. Beschreiben Sie den Kindergarten lieber als Ort, an dem Kinder die „Macht“ und Eltern keinen Zutritt haben.

Schnupperkurs: In den meisten Kindergärten gibt es sog. „Schnuppertage“, an denen Kinder und Eltern die Möglichkeit haben, ErzieherInnen, Räumlichkeiten und die anderen Kinder schon einmal kennenzulernen.

Sicherheit: Ganz gleich, wie weit der Weg von Ihrem Zuhause zum Kindergarten ist: Üben Sie ihn bereits ein paar Wochen zuvor und stellen Sie sicher, dass Ihr Kind ihn beherrscht.


Eingewöhnung: Was Sie tun können, um Ihrem Kind den Abschied zu erleichtern


Häufig fällt Eltern der Abschied auf Zeit schwerer als dem Nachwuchs. Aber es gibt natürlich auch Kinder, die sich nur langsam an die neue Situation gewöhnen und am liebsten gleich wieder mit Mama und Papa nach Hause fahren würden. Folgende Tipps und Tricks helfen dabei, Ihrem Nachwuchs die Eingewöhnung zu erleichtern:

Keine Dramatik: Erliegen Sie nicht der Versuchung, Ihr Kind immer wieder zu umarmen und ihm dreimal hintereinander zu versichern, dass Sie „ganz, ganz sicher“ wiederkommen und dass es sich keine Sorgen machen muss. Wenn Sie das nämlich tun, wecken Sie nur Misstrauen. Verabschieden Sie sich stattdessen kurz von Ihrem Kind, wünschen Sie ihm viel Spaß und machen Sie sich auf den Weg. Je ruhiger und fröhlicher Sie sind, desto gelassener wird auch Ihr Kind sein.

Bekannte Gesichter: Vielen Kindern fällt der Abschied von Mama und Papa deutlich leichter, wenn sie bereits das eine oder andere Kind in ihrer Gruppe kennen. Aus diesem Grund sollten Sie sich frühzeitig bei Freunden und Bekannten umhören, wer in welchen Kindergarten geht und entsprechende Kontakte knüpfen.

Neue Freunde: Machen Sie Ihrem Kind Lust darauf, neue Kinder kennenzulernen, indem Sie ihm z.B. ein Freundschaftsbuch schenken und ihm sagen, dass es alle Kinder in seiner Gruppe fragen kann, ob sie ihm nicht ein Bild in das Buch malen möchten.

Langsame Abnabelung: Viele Kindergärten bieten an, dass Eltern Ihre Kinder an den ersten Tagen stundenweise begleiten. Alternativ können Sie mit kürzeren Aufenthaltszeiten beginnen und diese dann immer mehr steigern. Diese Lösung bietet sich vor allem für sehr junge Kinder an.


Alltag: Tipps für eine wunderschöne Kindergartenzeit


Kinder, die mit Freude und Neugierde in den Kindergarten gegangen sind und dort bereits viele Freundschaften geknüpft haben, starten später auch meistens recht unkompliziert in die Schule. Aus diesem Grund sollten Sie versuchen, die Kindergartenjahre so unbeschwert wie möglich zu gestalten – Ihr Kind wird es Ihnen danken:

Toleranz: Ihr Kind wird im Kindergarten Muster und Regeln erlernen, die von den Gepflogenheiten zu Hause möglicherweise abweichen. In diesen Fällen sollten Sie jedoch nicht darauf bestehen, Ihre eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Machen Sie Ihr Kind stattdessen stolz, indem Sie es Gelerntes auch zu Hause anwenden lassen.

Freizeit: Falls Sie es sich beruflich erlauben können, sollten Sie Ihrem Kind ab und zu die Wahl lassen, ob es in den Kindergarten gehen oder den Tag lieber zu Hause verbringen möchte. Auf diese Weise empfindet es den Kindergartenbesuch weniger als Zwang, sondern vielmehr als freiwillige Option – und es macht bekanntlich viel mehr Spaß, Dinge freiwillig zu tun.

Freiraum: An den meisten Tagen wird Ihr Kind vor Erzählungen aus dem Kindergarten übersprudeln. Es kann aber auch Tage geben, an denen es lieber nichts erzählen oder zunächst einige Stunden nur für sich braucht. Geben Sie ihm diese Zeit – früher oder später wird es schon zu Ihnen kommen.

 
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