Echte ätherische Öle: Der richtige Duft für jede Gemütslage

Bergamotte gegen Stress & Lavendel zum Entspannen: Bereits vor 5000 Jahren setzten die Ägypter Pflanzenöle zur Wundheilung ein – und die alten Römer verdanken den ätherischen Aufgüssen den Weltruf ihrer Badehäuser. Heute werden ätherische Öle vor allem in der Aromatherapie verwendet, um positiven Einfluss auf die Gefühlswelt zu nehmen. Wir zeigen Ihnen, warum der richtige Duft zur richtigen Zeit kleine Wunder bewirken kann.

Was sind ätherische Öle?


Verschiedene ätherische Öle

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Was wir als „ätherische Öle“ bezeichnen, sind lösliche Extrakte. Sie werden durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder Extraktion aus Blüten, Wurzeln, Rinden, Samen und Blättern gewonnen. Im Gegensatz zu anderen (fetten) Ölen sind ätherische Öle „flüchtig“, das heißt sie verfliegen beim Kontakt mit der Luft und hinterlassen keine Flecken. Alles, was bleibt, ist die jeweilige Duftnote. Die Anwendungsbereiche für den pflanzlichen „Lebenssaft“ sind vielfältig, da sich ätherische Öle nicht nur für Duftlampen eignen, sondern auch für Kräuterbäder, Inhalationen, wohltuende Umschläge und (kombiniert mit hochwertigen Basisölen wie Jojoba- oder Mandelöl) Massagen verwendet werden können.


Damit ein ätherisches Öl seine Wirkung entfaltet, ist es wichtig, dass es sich um ein 100 % naturreines Öl handelt: Wenn Sie auf dem Etikett keinen eindeutigen Hinweis auf die Naturreinheit des Produkts finden, besteht die Möglichkeit, dass es sich um ein verdünntes Öl handelt, das mit synthetischen Duftstoffen versetzt wurde. Solche Mischungen sind in der Regel zwar nicht gesundheitsschädlich, sollten jedoch weder zu Aromatherapie-Zwecken eingesetzt, noch auf die nackte Haut aufgetragen werden. Im Gegensatz zu verdünnten Ölen sind naturreine ätherische Öle extrem ergiebig und entfalten ihre Wirkung bereits ab einer Menge von nur wenigen Tropfen.

Wirkungsweise ätherischer Öle


Ätherische Öle können entweder eingeatmet (nasale Anwendung) oder über die Haut aufgenommen werden (perkutane Anwendung). Wenn Sie die Aromen einatmen, gelangen sie als Geruchsimpulse in das limbische System. Die Geruchssignale können deshalb Einfluss auf unsere Gefühlswelt und unsere Psyche nehmen, weil das limbische System im Gehirn für genau jene Bereiche verantwortlich ist und bei entsprechender Stimulation Immunsubstanzen produziert bzw. Hormone ausschüttet. Werden die Aromen über die Haut aufgenommen, gelangen sie von dort in den Stoffwechselvorgang und entfalten die gleiche Wirkung. Neben der Raumbeduftung mithilfe von Duftlampen, Duftzerstäubern etc. ist eine weitere Form der nasalen Anwendung die Feucht- bzw. Trockeninhalation. Bei ersterer Methode geben Sie 1 bis 2 Tropfen Öl in eine Schüssel heißes Wasser und atmen anschließend den Dampf ein (legen Sie sich hierzu ein Handtuch über Ihren Kopf). Bei der Trockeninhalation können Sie 1 bis 2 Tropfen Öl auf ein Taschentuch geben und im Bedarfsfall (z.B. in Stresssituationen) daran schnuppern.

Die Anwendung auf der Haut kann über Massage, Vollbäder, Fußbäder und Cremes erfolgen. Da ätherische Öle jedoch nicht wasserlöslich sind, benötigen Sie eine sogenannte Emulsion. Natürliche Emulgatoren wie Sahne und Honig sorgen dafür, dass Sie die wertvollen Extrakte auch in Wasser auflösen können. Gerade bei der Anwendung auf der Haut ist es jedoch wichtig, dass Sie zuvor einen Allergietest machen bzw. die Verträglichkeit des jeweiligen Öls im Vorfeld an einer kleinen Hautstelle, z.B. am Unterarm, testen. Außerdem sollten Sie darauf achten, ätherische Öle niemals pur anzuwenden und sich an die angegebenen Dosierungen zu halten. 

Das Beste aus der Pflanze: Ein Duft für jede Gemütslage


Aromaöle können Ihnen dabei helfen, einen bestimmten Gemütszustand zu besänftigen und sie können dafür sorgen, dass Sie einen bestimmten (gewünschten) Gemütszustand erreichen. Wir haben für Sie eine kleine Liste der bekanntesten Öle zusammengestellt, deren Wirkungen bereits in zahlreichen Studien getestet wurden:

Hilfe bei Stress & Anspannung
• Jasmin (hebt die Stimmung und vertreibt Gleichgültigkeit)
• Bergamotte (ausgleichende Wirkung bei emotionalen Schwankungen)
• Ylang Ylang (gibt Vertrauen, hilft bei innerer Verkrampfung)
• Orange (fördert die Entspannung)
• Lavendel (Lavendel wirkt beruhigend und belebend zugleich; es hilft außerdem Ängste zu lösen und Spannungen abzubauen)

Hilfe bei Müdigkeit & Abgespanntheit
• Sandelholz (wirkt harmonisierend)
• Rose (hilft bei nervösen Verspannungen und regt die Sinne an)
• Salbei (schenkt Vertrauen in die eigene Kraft)
• Rosmarin (schenkt Klarheit und verleiht innere Stärke)
• Zimt (stärkt die Nerven und fördert Selbstsicherheit)
• Kiefer (stärkt die Nerven, wirkt kräftigend)
• Eukalyptus (belebt den Geist)
• Zitronengras (wirkt anregend und erfrischend)

Echte Aromaöle sind zwar kein Ersatz für die Schulmedizin, haben aber dennoch eine Reihe von Eigenschaften, die sie auch sehr wertvoll machen. Dazu gehört u.a. die Tatsache, dass sie die Haut mit wertvollen Antioxidantien versorgen, welche wiederum ein essentieller Bestandteil unseres Immunsystems sind. Zu den wichtigsten ätherischen Ölen zählen folgende:

• Lavendel & Teebaumöl (wirken antibakteriell und antiseptisch)
• Eukalyptus, Pfefferminze & Kiefer (wirken abschwellend)
• Zimtöl (hilft bei Anwendungen auf der Haut)
• Ylang Ylang, Muskatellersalbei, Nelken, Grapefruit- und Patchouli-Öl (haben einen besonders hohen Antioxidantien-Wert)


 
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