Beikosteinführung: 5 Tipps für die Umstellung

Für Ihr Baby ist mit der Einführung der Beikost ein neuer Lebensabschnitt angebrochen. Viele neue Dinge gilt es jetzt zu lernen, besonders den Löffel und den Brei als Nahrungsmittel zu akzeptieren – kannte Ihr Kind bislang nur Milch als einzige Nahrungsquelle, mit der es gleichzeitig den Hunger und Durst stillen konnte. Nun kommen neben dem Bekannten, weitere Geschmacksrichtungen und vor allem Konsistenzen der Nahrung dazu, welche dem Baby noch fremd sind. Ganz besonders wichtig ist daher, Ihr Kleines sehr behutsam an die neuen Geschmackserlebnisse zu gewöhnen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle fünf Tipps für eine schonende Nahrungsumstellung geben. Beikosteinführung

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Den richtigen Zeitpunkt abwarten – Geduld heißt die Devise

Grundsätzlich gilt es natürlich, den richtigen Zeitpunkt für den Start der Beikost abzuwarten. Als Grundvoraussetzung muss Ihr Baby zunächst erst ohne Stütze aufrecht sitzen können. Fängt es außerdem an, sich für anderer Nahrungsmittel zu interessieren, kann es das Essen selber in den Mund stecken und hat vielleicht bereits das erste Zähnchen, können Sie behutsam mit der Beikost beginnen. Doch Vorsicht! Es heißt Beikost, nicht Ersatzkost – das bedeutet, dass Ihr Kind nach wie vor als Hauptnahrungsmittel Milch bekommt und diese Stück für Stück durch festere Nahrung ergänzt wird. Üben Sie sich in Geduld – die Verdauung Ihres Sprösslings wird es Ihnen danken!


Spielen erlaubt

Essen ist in der jetzigen Anfangsphase der Umstellung ein sehr lustvolles Ereignis und auch sinnlicher für Ihren Nachwuchs. Spielen mit dem Essen ist daher auf jeden Fall erwünscht. Auf diese spielerische Art erfasst das Baby die unbekannten Nahrungsmittel durch riechen, tasten und natürlich schmecken. Ein ganz normaler Entwicklungsschritt, der aber gezwungener Maßen mit jeder Menge Kleckereien einhergeht. Daher ist es enorm wichtig, ausreichenden Vorrat an Baby Lätzchen im Hause zu haben - drei bis vier verschmutzte pro Tag sind durchaus normal.


Beikost immer mit dem Löffel füttern

Ganz wichtig ist es, Ihrem Kleinen den ersten Brei unbedingt vom Löffel zu geben. Dies hat nicht nur den Grund, dass Ihr Baby von Anfang an lernt, feste Nahrung mit entsprechenden Hilfsmitteln zu essen, sondern auch jene, die im Zusammenhang mit der Verdauung stehen. So ist es bei der Löffelfütterung so, dass bereits im Mund der erste Verdauungsschritt eingeleitet wird – der Brei wird eingespeichelt und mit dem im Speichel vorhandenem Enzym „Amylase“ versetzt. Entfällt dieser Schritt, und Sie füttern den Brei mit einem Breisauger aus der Flasche, kann es zu erheblichen Blähungen und Bauchschmerzen kommen! Begeistern Sie Ihr Kind mit einem eigenen Kindergeschirr und Besteck: Es wird ganz eifrig versuchen, die notwendigen Handgriffe selbstständig oder auch mit Ihrer Hilfe zu erlernen.


Trinken nicht vergessen

Beginnend ab dem Augenblick der Beifütterung von fester Nahrung, reicht die Muttermilch als ergänzende Flüssigkeitszufuhr keinesfalls mehr aus. Es ist daher von enormer Wichtigkeit vom Start der Umstellung, Ihrem Kind ausreichend zu Trinken zu geben, da anderenfalls Verstopfungen drohen. In der Anfangsphase ist abgekochtes Leitungswasser als Getränk ideal – Ihr Baby wird sich an den Geschmack gewöhnen, so dass später als Durstlöscher Wasser als Selbstverständlichkeit angesehen wird und Sie nicht auf ungesunde süße Getränke zurückgreifen müssen. Das Wasser können Sie Ihrem Baby in einem Trinkfläschchen oder altersgerechten Trinklernbecher anbieten.


Fingerfood, wenn gar nichts geht

Es gibt Säuglinge, die von Beginn an ganz vernarrt und interessiert sind, neues zu entdecken, aber auch diejenigen, die eine Umstellung auf Breikost kategorisch verweigern und alles wieder ausspucken, was nicht der flüssigen Konsistenz der Muttermilch entspricht. Verzweifeln Sie bitte nicht! Wenn möglich stillen Sie dann ruhig noch eine gewisse Zeit weiter und versuchen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal, beizufüttern. Weigert sich Ihr Sprössling auch dann noch, empfiehlt sich, auf „Fingerfood“ umzusteigen. Geeignet hierzu sind alle Nahrungsmittel, die nicht als Stückchen im Hals stecken bleiben können – beispielsweise eine Banane, das Innere eines Brötchens, weichgekochte Möhren oder ähnliches. Probieren Sie auch ruhig einmal aus, Ihrem Kind einen Löffel in die Hand zu geben. Manche Kinder finden es ganz toll, wenn sie selbständig ausprobieren dürfen, aber ganz grauenvoll, wenn Ihnen jemand anderes etwas in den Mund stecken möchte.

 
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