Babys erstes Jahr: Wickeln, Füttern, Beruhigen, Beschäftigen.

So meistern Sie die 4 Disziplinen im 1. Jahr


Babys erstes Jahr heißt meist schlaflose Nächte, stundenlanges Auf-dem-Arm-Tragen und Berge vollgespuckter Strampler: Erst, wenn das kleine Freudenbündel da ist, wissen Sie, was es wirklich heißt, Mama und Papa zu sein. Doch das anfängliche Chaos ist kein Grund zum Verzweifeln: Der „Vierkampf“ des ersten Babyjahres in den Disziplinen Wickeln, Füttern, Beruhigen und Beschäftigen kann mit ein paar hilfreichen Tipps und Tricks von allen frisch gebackenen Eltern gemeistert werden. Wickeln

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Wickeln: Beobachten Sie Ihr Kind


Da ein Baby bis zu seinem dritten Lebensjahr im Schnitt etwa 6000 Windeln verbraucht, ist diese erste Disziplin diejenige, in der sie vermutlich am schnellsten Routine bekommen. Trotzdem gibt es hier im Elternratgeber ein paar Hinweise, die Ihnen den Einstieg erleichtern können:

Wickeltisch: Da Sie im ersten Jahr einen Großteil Ihrer Zeit am Wickeltisch verbringen werden, sollten Sie unbedingt ein rückenschonendes Modell wählen, das für Sie die ideale Höhe hat. Achten Sie außerdem auf eine gute Beleuchtung – es soll schließlich nichts "daneben gehen", wenn Sie Ihren Nachwuchs wickeln.

Zeitpunkt: Um den richtigen Zeitpunkt für den Windelwechsel herauszufinden, müssen Sie Ihr Baby eigentlich nur beobachten: Bereits nach kurzer Zeit werden Sie an seinem Verhalten merken, ob es Hunger, Schmerzen, oder eine volle Windel hat. Grundsätzlich kann man sagen, dass Neugeborene bis zu zehnmal am Tag eine frische Windel benötigen. Ältere Babys sollten Sie zwischen fünf- und sechsmal pro Tag wickeln.

Pragmatik: Da die wenigstens Babys es mögen, aus- oder angezogen zu werden, sollten Sie Kleidung wählen, die Ihnen den Zugang zur Windel erleichtert. Eine kleine Hose und ein Shirt sind grundsätzlich dem süßen Einteiler vorzuziehen, da Hose und Shirt sich deutlich einfacher wechseln lassen.

Weniger ist mehr: Verzichten Sie auf zu viele Waschmittel und Cremes: Zum Reinigen reicht in der Regel lauwarmes Wasser. Für den besonders verschmutzten Babypo können Sie ein paar Tropfen mildes Babyöl oder Weizenkleie ins Wasser geben. Cremes sollten Sie grundsätzlich nur verwenden, wenn die Haut tatsächlich wund ist.

Windel-Pause: Windeln sind zwar notwendig, reizen die empfindliche Babyhaut aber auch. Daher ist es wichtig, dass Ihr Baby möglichst oft nackig strampeln darf, damit Luft an die zarte Haut kommt.


Füttern: Finden Sie Ihren Rhythmus


Das Stillen ist ein sehr wichtiger Moment zwischen Mutter und Kind, da hier Vertrautheit und Verbundenheit entstehen: Genießen Sie diesen Moment und lassen Sie sich nicht durch anfängliche Schwierigkeiten behindern. Normalerweise kann jede Mutter ihr Kind stillen – hier sind ein paar Tipps für den Einstieg in die Disziplin des Fütterns:

Zeitpunkt: Hier gibt es weder „richtig“ noch „falsch“. Ihr Kind wird Ihnen mitteilen, wann es Hunger hat. Geben Sie ihm die Chance, seine Zeiten selbst zu bestimmen.

Position: Experimentieren Sie so lange, bis Sie eine Stellung gefunden haben, in der sie entspannt und unverkrampft sind – dieses Gefühl wird sich auf Ihr Baby übertragen. Eine gute Hilfe sind Stillkissen, da diese den kleinen Babykörper optimal abstützen.

Kleidung: Damit Sie Ihr Kind auch ohne unangenehmes Gefühl in der Öffentlichkeit stillen können, sollten Sie Kleidung wählen, die ein diskretes Anlegen ermöglicht (z.B. Still-BHs, die nur an der Seite oder vorne eine kleine Öffnung haben).

Ruhe bewahren: Gerade zu Beginn der Stillzeit kommt es bei vielen Frauen zu einem sog. „Milchstau“. Das ist jedoch kein Grund, das Stillen aufzugeben – im Gegenteil: Gegen Milchstau hilft vor allem häufiges Anlegen. Während Ihr Baby trinkt, können Sie Ihre Brust zusätzlich Richtung Brustwarze „ausstreichen“, um Verhärtungen zu lösen.


Beruhigen: Ursachen erkennen


Babys schreien. Das ist ganz natürlich. Wie sollten Sie sonst mitteilen, dass sie Hunger haben, müde sind oder sich wegen einer vollen Windel unwohl fühlen? Die erste Regel lautet also: Ruhe bewahren. Wenn Ihr Baby schreit, dann wird es seine Gründe haben. Nun gilt es, diese herauszufinden. Die häufigsten Gründe für unzufriedene Babys sind eine volle Windel, Hunger und Blähungen. Die ersten drei Maßnahmen sind daher Wickeln, Anlegen und eine ganz sanfte Bauchmassage. Hält das Schreien an, gibt es noch andere Wege, den Nachwuchs zu beruhigen:

Herzschlag: Legen Sie Ihr Baby auf Ihre Brust. Das vertraute Geräusch Ihres Herzschlages hilft ihm dabei, sich zu beruhigen.

Auf den Arm: Körpernähe und leichte Schaukelbewegungen können wahre Wunder wirken, wenn Baby sich nicht beruhigen kann.

Geräusche: Musik hat auf viele Babys eine beruhigende Wirkung. Experimentieren Sie einfach ein wenig: Manche Babys mögen es, wenn Mama oder Papa singt, andere genießen Wellenrauschen oder sogar klassische Musik. Eine wahre Wunderwaffe können auch Spieluhren für Babys sein: Wenn Sie Ihren Nachwuchs beispielsweise bereits im Mutterleib an die Melodie einer Spieluhr gewöhnt haben, verbindet es diesen Klang mit einem geborgenen Gefühl – und wird sich besser beruhigen lassen.


Beschäftigen: Weniger ist mehr


Haben Sie auch schon einmal beobachtet, wie Ihr Baby sich minutenlang mit den einfachsten Dingen beschäftigt? Das können Windeln, Wäscheklammern oder auch ein Paar Socken sein: Da Babys im ersten Jahr sowohl ihre Sinne als auch ihre Grob- und Feinmotorik erst noch entwickeln, sind sie fasziniert von allem, was sie noch nicht kennen. Stundenlange Beschäftigung bieten daher Spielsachen, die viele Sinne gleichzeitig ansprechen. Das können Dinge sein, die sich weich und flauschig anfühlen (z.B. Schmuse- und Schnuffeltücher) oder Dinge, die Geräusche machen (z.B. Rasseln, die Baby gut greifen und selbst zum Klingen bringen kann), oder auch Dinge, die schön bunt sind und Baby zum Zugreifen verleiten.
 
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