Altersgerechtes Spielzeug – edukativ, didaktisch und interaktiv

Kinder brauchen Spiele, um die Welt kennenzulernen und ihren Platz darin zu finden. Um die natürliche Neugierde und den Forscherdrang Ihres Kindes zu fördern, ist es wichtig, dass das verfügbare Spielzeug dem Alter Ihres Nachwuchses angemessen ist. Wir zeigen Ihnen, welches Spielzeug sich für welche Altersstufe eignet – und was die richtigen Spielsachen leisten können. Altersgerechtes Spielzeug

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Wenn Kinder spielen, lernen sie


In der Regel lernen Kinder dadurch, dass sie ihre Umgebung beobachten und nachspielen, was sie gesehen haben. Auf diese Weise erlernen sie spielerisch Fertigkeiten wie Klatschen oder Winken und Verhaltensweisen wie Lächeln oder Stirnrunzeln. Auch Erlebnisse wie der erste Tag im Kindergarten oder der Besuch beim Arzt werden verarbeitet, indem sie nachgespielt werden. In den ersten Wochen und Monaten genügt der eigene Körper und alles, was es in unmittelbarer Nähe zu sehen und anzufassen gibt, um den Wissensdurst Ihres Kindes zu stillen: Hier werden die Sinne entwickelt und die Motorik verbessert. Je größer ihr Nachwuchs wird, desto mehr Input wird benötigt. Ab etwa drei Jahren sind Kinder fähig, Regeln einzuhalten und sich gemeinsam mit ersten Freunden an das große Spiel zu wagen, das „Gesellschaft“ heißt.


Goldene Regeln für altersgerechtes Spielen


Jedes Kind braucht Spielsachen – und der Markt ist nahezu unüberschaubar. Daher ist es wichtig, sich erst Gedanken darüber zu machen, was tatsächlich benötigt wird und dann einkaufen zu gehen. Den einen oder anderen Spontankauf wird es in der Vorfreude auf den Nachwuchs immer geben – aber grundsätzlich sollten Sie entsprechendes Spielzeug sorgfältig aussuchen. Folgende Regeln können Ihnen den Einstieg in die Welt des Kinderspielzeugs erleichtern:

1. Materialien und Sicherheit: Spielzeug für Kleinkinder und Säuglinge sollte grundsätzlich aus natürlichen Materialien gefertigt sein und keine Weichmacher enthalten. Darüber hinaus sollten Sie auf eine tadellose Verarbeitung und entsprechende Prüfsiegel achten. Informationen zu den wichtigsten Prüfsiegeln erhalten Sie u.a. bei Verbraucherzentralen und Gesundheitsämtern.

2. Weniger ist mehr: Hat ein Kind zu viel Auswahl, fühlt es sich schnell überfordert. Die Folgen sind Frustration und schlechte Laune. Daher ist es wichtig, dass immer nur ein paar (zwei oder drei) Spielsachen auf einmal in Sicht- bzw. Greifweite sind. Auf diese Weise wecken Sie das Interesse Ihres Kindes, ohne es zu verwirren oder zu verunsichern.

3. Spielzeit: Kinder lieben es, den „Großen“ ihre eigene kleine Welt zu zeigen. Daher ist es vor allem in den ersten Monaten, wenn Ihr Baby noch nicht viele Spielkameraden hat, wichtig, dass Sie mit ihm gemeinsam seine Welt entdecken – möglicherweise lernen Sie selbst dabei auch noch etwas dazu.


Didaktisch oder interaktiv – welches Spielzeug für welche Altersklasse?


Qualitativ hochwertige Spielsachen haben grundsätzlich edukative Wirkung, da Kinder immer lernen, wenn sie spielen. Es gibt allerdings Spielzeug, das vornehmlich didaktische Wirkung hat, indem es beispielsweise gewisse Fähigkeiten und Kompetenzen erfordert, die in diesem Zusammenhang erlernt werden. Zu diesen Fähigkeiten gehören neben der motorischen Entwicklung auch physische, kognitive und soziale Kompetenzen. Sobald die entsprechenden Fähigkeiten ausgebildet sind, ist es an der Zeit für interaktives Spielzeug: Hier kann Ihr Nachwuchs Erlerntes anwenden und seine Kompetenzen festigen und erweitern.

Altersgruppe bis 12 Monate
Entwicklungsstand:
- großes Schlaf- und Nähebedürfnis
- der eigene Körper und die Umwelt werden langsam erkundet (Robben, Krabbeln, Stehen)
- Sinne entwickeln sich
- Spielzeuge dürfen nicht zu klein sein (Verschluckungsgefahr)

Altersgerechte Spielzeuge:
- Mobile, Greiflinge für Schulung und Motorik
- Rasselspielzeuge zur Anregung der Sinne
- Weiche Stofftiere

Altersgruppe 12 bis 24 Monate
Entwicklungsstand:
- Beginnende Welterfahrung und größere Mobilität (Stehen, Laufen lernen)
- Große Neugierde, Wissensdurst und Bewegungsdrang
- empfindliche Sinnesorgane (keine Lärm- oder Blendspielzeuge

Altergerechte Spielzeuge:
- Nachzieh- und Schiebespielzeuge (hilft beim Laufen lernen
- Utensilien für den Sandkasten
- Wasserspielzeug für Badewanne und Strand
- Bauklötze, Steckspiele, Klangspielzeuge und Bilderbücher (am besten reißfest)

Altersgruppe 2 bis 3 Jahre
Entwicklungsstand:
- Entwicklung von Abstraktionsvermögen und einer blühenden Fantasie
- Bedürfnis, auch alleine zu spielen
- Feinmotorik bildet sich weiter aus
- Konzentrationsfähigkeit nimmt zu (Sinne entwickeln sich weiter)

Altersgerechte Spielzeuge:
- Dreirad, Schaukel, Hängematte, Mal- und Bastelutensilien (z.B. Knete und Tusche)
- Einfache Musikinstrumente
- Puppen, Bilderbücher, Märchen-Cds, Verkleidung

Altersgruppe bis 4 Jahre
Entwicklungsstand:
- Abstrakte Spiele (z.B. Rollenspiele wie Vater-Mutter-Kind)
- Sichere Bewegungsabläufe und erste Vorlieben und Hobbys kommen zum Vorschein
- Möglichkeit, mit musikalischer bzw. künstlerischer Früherziehung zu beginnen

Altersgerechte Spielzeuge:
- Komplexere Sand- und Wasserspielzeuge, (Tret) roller, Schubkarre
- Sportgeräte (z.B. Kletterseil im Kinderzimmer
- Einfache Gesellschaftsspiele
- Ausstattung für das Puppenhaus

Altersgruppe bis 5 Jahre
Entwicklungsstand:
- Spielkameraden und Freude werden immer wichtiger
- Bau- und Forscherdrang

Altersgerechte Spielzeuge:
- Baumaterialen (z.B. ein Laken für eine Höhle etc.)
- Konstruktions- und Geschicklichkeitsspiele
- Fahrrad, Stelzen etc.
- Theaterschminke
 
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